Zusammenfassung

  • Beim US-Start im April 2003 kostete ein Song 99 Cent. Apple erlaubte die Wiedergabe auf drei Macs und beliebig vielen iPods sowie CDs für den persönlichen Gebrauch. Zum Kaufen brauchte man eine Kreditkarte mit US-Rechnungsadresse.
  • Im April 2004 stieg die Zahl der Computer auf fünf, auch für früher gekaufte Titel. Gleichzeitig sank die Zahl der CD-Brennvorgänge für dieselbe Wiedergabeliste von zehn auf sieben. Ein einzelner Song durfte weiterhin ohne zahlenmäßige Grenze gebrannt werden.

Ein Preis, mehrere Zähler

Die Startmitteilung von 2003 war für die Kasse geschrieben: 99 Cent pro Titel, kein Abonnement. Für die Nutzung standen daneben eigene Regeln. Höchstens drei Macintosh-Rechner durften den Kauf abspielen; für iPods und privat gebrannte CDs nannte Apple keine zahlenmäßige Obergrenze. Einkaufen konnte nur, wer einen Mac mit iTunes 4 und eine Kreditkarte mit US-Rechnungsadresse hatte. Der Song durfte weiter reisen als die Kundschaft an der Eingangstür.

Im Oktober öffnete Apple iTunes für Windows. Die drei Computer konnten nun beliebig aus Macs und Windows-PCs bestehen. Der mögliche Kundenkreis wuchs, das persönliche Gerätebudget blieb gleich; auch die US-Zahlungsbedingung blieb. Zugang zum Laden, Freigabe des Rechners, Wiedergabe auf dem iPod und CD-Kopie waren vier verschiedene Entscheidungen. Das Wort „gekauft“ erledigte keine von ihnen automatisch.

Die Mitteilung zum ersten Geburtstag zeigte, wie beweglich diese Entscheidungen waren. Apple hob das Limit auf fünf persönliche Computer und bezog bereits gekaufte Songs ausdrücklich ein. Auf derselben Seite senkte es die Zahl der Brennvorgänge für dieselbe Wiedergabeliste von zehn auf sieben. Einen einzelnen Song durften Kunden weiterhin beliebig oft brennen und auf beliebig vielen iPods hören. Die neue Grenze traf die Wiederholung einer identischen Zusammenstellung, während die Zahl zugelassener Rechner stieg. Auf der Geburtstagsparty wurden zwei Stühle dazugestellt und drei Durchläufe am Brenner gestrichen.

Die Lizenz steht im Geschäftsbericht

Im Form 10-K für 2004 bei der SEC beschreibt Apple iPod, iTunes-Software und Store als zusammenhängendes Musikgeschäft. Für fremde Titel zahlte das Unternehmen Lizenzgebühren; viele Vereinbarungen liefen nur kurz. Ein verfügbarer Katalog und akzeptable Nutzungsregeln waren laut Bericht für den Store und zugehörige Geräte einschließlich iPods wichtig. Rechteinhaber verlangten außerdem technische Rechteverwaltung und Sicherheitsmechanismen. Der Bericht beschreibt die wirtschaftlichen Interessen, die Pressemitteilungen die sichtbaren Zähler.

99 Cent waren eine klare Zahl für den Kaufmoment. Was nach dem Bezahlen auf welchem Gerät und wie oft mit derselben Liste geschah, entschied ein System aus Software und Lizenzen. Seine Regeln konnten ein Jahr später auf derselben Ankündigungsseite in zwei Richtungen verschoben werden. Das ist die eigentliche Geschichte dieses Online-Ladens.

Quellen