Zusammenfassung
- Ende 1999 und Anfang 2000 erhielten qualifizierte neue Nutzer und ihre Werber jeweils 5 bis 10 US-Dollar. Die durchschnittlichen Prämienausgaben je gewonnenem Konto sanken vom Quartal bis Juni 2000 zum entsprechenden Quartal 2001 von 6,30 auf 0,14 US-Dollar.
- Die Gebühr auf kommerzielle Umsätze trug das empfangende Geschäftskonto. Bei internationalen Zahlungen kamen unter Umständen Kosten für externe Finanzierung und Auszahlung hinzu.
Die Einladung stand in der Kostenrechnung
Im Form S-1 von 2001 beschreibt PayPal den Anfang: Im Oktober 1999 schickten 24 Beschäftigte Geld an Freunde. Das Unternehmen meldete 10.000 Konten im Dezember, eine Million Mitte April 2000 und zehn Millionen im September 2001. Ein Konto ist dabei eine Registrierung, keine Messung monatlich aktiver Zahler. PayPal schrieb berechtigten Neuzugängen 5 bis 10 Dollar gut; wer einen berechtigten Neuzugang vermittelte, erhielt ebenfalls 5 bis 10 Dollar. Der soziale Weg ins Netzwerk bekam ein Budget.
In den drei Monaten bis Ende Juni 2000 gab PayPal 8,6 Millionen Dollar für solche Prämien aus und gewann 1,4 Millionen Konten. Der ausgewiesene Durchschnitt betrug 6,30 Dollar Prämienaufwand je gewonnenem Konto. Im Vergleichsquartal 2001 standen 0,2 Millionen Dollar Aufwand und 1,6 Millionen neue Konten, also 0,14 Dollar je Konto. Der Durchschnitt verteilt die gesamten Prämien auf sämtliche gewonnenen Konten; er beschreibt keine pauschale Auszahlung an jeden Nutzer. PayPal hatte außerdem die Bedingungen für Prämien verschärft. Die sinkende Zahl entstand in einem Netz, das bereits viele Mitglieder hatte und wählerischer belohnte.
Die Rechnung steckte im Zahlungseingang
PayPal berechnete Gebühren auf Zahlungen an Geschäftskonten, unabhängig davon, ob sie aus dem Inland oder Ausland kamen. Die Gebühr wurde automatisch vom Eingang abgezogen. Der Absender zahlte diese Händlergebühr nicht; private Empfängerkonten waren zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ausgenommen. Seit dem 13. Juli 2001 galt für Händler mit durchschnittlich weniger als 1.000 Dollar monatlichem Zahlungseingang ein Satz von 2,9 Prozent plus 0,30 Dollar je Zahlung. Ab 1.000 Dollar waren es 2,2 Prozent plus 0,30 Dollar. Höhere Risiken kosteten mehr. PayPal musste keine offenen Rechnungen für diese Gebühren eintreiben.
Grenzüberschreitende Zahlungen lieferten weitere Preispunkte. Ein internationaler Absender, der von außerhalb seines PayPal-Guthabens finanzierte, zahlte 2,6 Prozent plus 0,30 Dollar zusätzlich zur möglichen Händlergebühr des Empfängers. Die Auszahlung auf ein lokales Bankkonto brachte weitere Kosten und einen Aufschlag für Währungsrisiken. Im ersten Halbjahr 2001 betrafen 8,7 Prozent des Zahlungsvolumens internationale Absender oder Empfänger; internationale Gebühren lieferten 12,0 Prozent der Erträge. Die größere Reichweite machte den Weg des Geldes an mehreren Stellen bepreisbar.
Das frühe Netzwerk finanzierte seine Einladungen. Ein Teil des späteren Nutzens wurde beim kommerziellen Zahlungseingang abgeschöpft. Wer das Modell verstehen will, muss fragen, wer die Prämie sah und wer den Abzug auf der Abrechnung fand.
Quellen
- PayPal, Inc., Form S-1 von 2001, SEC, Geschäft, Erlöse und Werbeprämien.
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