Zusammenfassung
- Zwei anerkannte englische Wörter sollten genau einen gelisteten Treffer ergeben; die Veröffentlichung des Fundes konnte einen weiteren erzeugen.
- Ein Prüfprogramm, menschliche Kontrolle von Wortlisten und Regeln für Crawler hielten den Spielbetrieb zusammen.
Ein Googlewhack war gefunden, der Jubel berechtigt, die eigene Webseite schnell geschrieben. Sobald die Suchmaschine diese Seite indexierte, konnte sie die beiden Wörter auch dort finden. Wer nur einen Treffer gesucht hatte, bekam die eigene Siegesmeldung als Zugabe. Das Internet verstand unter Öffentlichkeitsarbeit gelegentlich Sabotage.
Gary Stock gab dem Zeitvertreib im Januar 2002 den Namen Googlewhacking. Sein früher Bericht benannte die Falle schon damals. Gesucht wurden zwei vom Wörterbuch anerkannte englische Wörter, ohne Anführungszeichen, mit genau einem gelisteten Ergebnis. Null Treffer verfehlten das Ziel. Eine bloße Wortliste war ebenfalls kein gültiger Fund.
Die Regeln machten bestimmte Teile der Google-Anzeige zum Maßstab. Wörterbuchlinks im Ergebniskopf bestätigten die Begriffe. Der angezeigte Ergebnisbereich musste einen einzigen Eintrag umfassen. Stock führte sogar ein Beispiel an, dessen Bereich vom ersten bis zum ersten Treffer reichte, während eine weitere Zahl im Kopf drei lautete. Das Spiel zählte nach einer bestimmten Lesart der Oberfläche.
Whack! hieß das Programm, das Einreichungen für The Whack Stack prüfte. Die FAQ beschrieb die Arbeit daneben: Manche Wortlisten wurden vor der Aufnahme erkannt, andere erst später gemeldet und gekennzeichnet. Jemand musste nachsehen, was die Suche tatsächlich gefunden hatte. Für Einsendungen per E-Mail kündigten die Regeln Wartezeiten von Wochen an. Der Wunsch nach einem einzigen Ergebnis erzeugte eine beachtliche Aufgabenliste.
Auch die Veröffentlichung der Erfolge brauchte Pflege. In einem auf den 13. März 2002 datierten Hinweis schrieb Stock, Google indexiere The Whack Stack nicht. Die erhaltene robots-Datei vom Juni 2004 forderte Crawler auf, unter anderem /tally.pl und /whack.pl zu meiden. Menschen konnten den Trophäenschrank betrachten; die Sammler erhielten eine Bitte, diese Regale auszulassen.
Vor der Aufnahme gab es schon genug Streitstoff. Beim Spieler erschien ein Treffer, beim Prüfer etwas anderes. Laut FAQ galt, was Whack! von seinem eigenen Standort aus sah. Zeitpunkt und Ort einer Abfrage konnten das Ergebnis verändern. Fehlte der Wörterbuchlink, konnte die Annahme ebenfalls scheitern, obwohl der Spieler anderswo eine Definition fand.
Ein Spiel mit zwei Wörtern hatte damit Schiedsrichter, Einsprüche, Inhaltskontrolle und Crawlregeln versammelt. Die Suchmaschine stellte den Platz. Der Betreiber der Bestenliste musste verhindern, dass der Spielbericht selbst als zusätzlicher Treffer mitmischte.
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