Zusammenfassung
- James Kennedy schlug vor, den vorhandenen
org:-Verweis in inetnum-Einträgen vorzuschreiben, wenn ein LIR PA-Adressraum an eine andere Organisation vergibt oder unterteilt. - Die Datenbank könnte dann den nachgelagerten Nutzer nennen. LIRs müssten dafür weitere Einträge erzeugen und pflegen; ein Verweis hilft nur, wenn er auf die tatsächlich nutzende Organisation zeigt.
Analyse
Eine Netzwerksitzung brach ab. Der Betreiber suchte in der RIPE-Datenbank nach dem zuständigen Unternehmen und fand nur einen Zwischenanbieter. Wer den Block nutzte und wie kritisch der ausgefallene Dienst war, blieb offen. James Kennedy brachte dieses Beispiel auf der RIPE 93 vor, um eine Pflicht für Nutzer von IPv4 Provider Aggregatable (PA) zu diskutieren.
RIPE-826 erlaubt LIRs, Adressraum an mehrere nachgelagerte Netzbetreiber weiterzuverteilen. Der LIR bleibt vertraglich für die regelkonforme Nutzung verantwortlich; Zuweisungen und Unterzuweisungen müssen in der RIPE-Datenbank registriert werden. Die Richtlinie setzt die Registrierungspflicht. Die Objektregeln bestimmen, welche Organisation ein Eintrag ausweist.
Der Bericht RIPE-767 hatte die beiden Fragen bereits getrennt. Für gewöhnliche PA-Zuweisungen empfahl die Datenbank-Arbeitsgruppe Entscheidungsfreiheit des Ressourcenhalters. Eine Unterzuweisung oder Zuweisung an eine andere Organisation sollte dagegen ausdrücklich dokumentiert werden. Für die Kontrolle veröffentlichter Daten empfahl der Bericht Assisted Registry Checks. Die aktuelle RIPE-826 verlangt weiterhin die Registrierung aller Zuweisungen.
Kennedys Vorschlag führt kein neues Attribut ein. org: ist bereits vorhanden. Die RIPE-Dokumentation führt es im inetnum-Schema als bedingt und erklärt, dass Software-Regeln es in bestimmten Fällen verlangen, darunter bei gemeinsam mit RIPE NCC gepflegten Objekten. Kennedy will den Verweis für PA-Blöcke verpflichtend machen, die ein LIR an Dritte gibt. Eigene LIR-Infrastruktur, private Daten und Durchsetzungsverfahren von RIPE NCC nahm er aus dem Umfang heraus.
Die Diskussion drehte sich um den Aufwand. Gert Döring sagte, sein LIR müsste die Automatisierung ändern, um zusätzliche Organisationsobjekte zu erzeugen; bei bereits korrekten Daten sei der Nutzen gering. Peter Hessler warnte vor doppelten oder erfundenen Organisationseinträgen. Ein Pflichtfeld prüft die Identität nicht automatisch.
Kennedy sagte, sein Entwurf sei noch nicht veröffentlicht, und bat um Rückmeldungen. Die öffentlichen Unterlagen zählen nicht, wie viele aktuelle PA-Einträge keinen Verweis auf die nutzende Organisation haben. Diese Zahl würde zeigen, ob LIRs einzelne Fälle nachpflegen oder eine neue Datenstrecke aufbauen müssten.
Quellen
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