Summary
- Google Cloud Marketplace setzt die Kündigung eines SaaS-Abos mit festem Zeitraum erst zum Ende dieser Laufzeit um und stellt die ganze Laufzeit in Rechnung. In Googles Jahresbeispiel bleiben nach der Kündigung im zweiten Monat zehn Monate zahlbar; danach entfällt die Verlängerung.
- Hat ein Unternehmen der Anwendung über ein Dienstkonto Zugriff eingeräumt, verlangt Google die manuelle Entziehung in IAM und das Entfernen der dafür geschaffenen Ressourcen. Rechnungsende und Zugangsende verlangen unterschiedliche Nachweise.
Das Menü sagt „Kündigen“. Der Vertrag nennt den Tag, an dem es zählt.
In „Your Orders“ der Google Cloud Marketplace wählt der Käufer sein SaaS-Produkt unter dem zugehörigen Cloud-Billing-Konto aus. Dort kann er den Kauf oder das Abo kündigen beziehungsweise die automatische Verlängerung stoppen. Der Vorgang ist sofort sichtbar; seine wirtschaftliche Wirkung hängt von der angenommenen Laufzeit ab. Google schreibt, dass eine Kündigung bei festgelegter Aboperiode erst an deren Ende wirksam wird und die gesamte Periode berechnet bleibt.
Das offizielle Beispiel rechnet mit einem Jahr. Nach der Rechnung für Monat zwei wird gekündigt. Die übrigen zehn Monate erscheinen weiterhin auf der Rechnung. Nach Ablauf des Jahres kommt keine weitere Verlängerung. Dies beschreibt die Regel, nicht die Abrechnung eines benannten Käufers. Gerade deshalb ist der Unterschied klar: Ein Kündigungsnachweis stoppt einen neuen Zeitraum, während der alte weiterhin Zahlungen auslöst.
Viele Unternehmen treffen ihre Produktentscheidung früher. Ein Team stellt die Nutzung ein, die Beschaffung streicht den Anbieter aus ihrer Planung, der Administrator entfernt Benutzer. Die akzeptierte feste Laufzeit läuft weiter. Ein belastbarer Ausstiegsplan braucht Vertragsbeginn und -ende, monatliche oder vorausbezahlte Fälligkeiten, den Eingang und Wirksamkeitstag der Kündigung sowie den Verlängerungsstatus. Das Feld „gekündigt“ ist für eine Finanzplanung mit zehn offenen Monaten zu grob.
Auch die technische Tür fällt nicht durch das Marketplace-Menü ins Schloss. Google fordert, einem Dienstkonto gewährte Anwendungsrechte manuell in IAM zu entziehen und Ressourcen zu beseitigen, die für dieses Konto geschaffen wurden. Die Person mit Einblick in die Bestellung hat oft andere Rechte als die IAM-Verantwortliche. Wenn beide nur ihren eigenen Vorgang abhaken, kann eine technische Berechtigung nach der kommerziellen Ausstiegsentscheidung fortbestehen.
Die Rollenverteilung steht in Googles Anleitung. Für die Ansicht der Bestellungen ist Billing Account Viewer nötig; die Auswahl eines Abrechnungsplans setzt Billing Account Administrator voraus. Das Dienstkonto wird im IAM verwaltet. Entzug eines Zugriffs ändert den Vertrag nicht. Ein eingereichter Kündigungsauftrag belegt umgekehrt keine Entziehung der Berechtigung. Beschaffung, Finanzen und Zugangskontrolle brauchen denselben Endtermin, aber eigene Prüfpunkte.
Bei privaten Angeboten erhält dieser Termin eine zweite Preisfrage. Google beschreibt solche Angebote als häufig befristet, etwa auf zwölf Monate, mit individuell vereinbartem Preis. Bei manchen Preismodellen kann eine weiterlaufende Nutzung nach Ablauf zum Listenpreis berechnet werden, falls kein neues oder verlängertes Angebot vereinbart ist. Das ist ein Blick auf den nächsten Zeitraum. Die noch offenen zehn Monate im Jahresbeispiel gehören zum bereits akzeptierten Vertrag.
Für die konkrete Belastung eines Unternehmens wären seine Bestellung, der Zahlungsplan, IAM-Freigaben und endgültige Rechnungszeilen erforderlich. Die veröffentlichten Regeln zeigen bereits drei getrennte Uhren: Vertragszahlung, Vertragsverlängerung und technischen Zugriff.
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