Zusammenfassung
- Cloud-Run-Mindestinstanzen halten eine Zielzahl warmer Service-Container für geringere Antwortlatenz bereit und verursachen Kosten im Leerlauf. Google sagt, sie können jederzeit neu starten; die Mindestzahl ist ein Best-Effort-Ziel.
- Instanzbasierte Abrechnung stellt CPU außerhalb von Anfragen bereit und erlaubt kurze Hintergrundarbeit. Ein untätiger Container kann trotzdem enden; für SIGTERM dokumentiert Google zehn Sekunden Nachlaufzeit.
Der Platz ist bezahlt, der Mitarbeiter austauschbar
Ein langsamer erster Aufruf kann Kunden kosten. Mindestinstanzen sind eine verständliche Antwort: Container warten auf die nächste Anfrage. Bei anfragebasierter Abrechnung gilt für die Wartezeit ein niedrigerer Leerlauftarif, bei instanzbasierter der Standardsatz für den gesamten Lebenszyklus. Die Rechnung bezahlt Einsatzbereitschaft.
Für die Identität des Containers gibt es eine andere Regel. Google schreibt, dass Mindestinstanzen jederzeit neu gestartet werden können. Auch die eingestellte Zahl ist nur ein bestmögliches Ziel; fehlende regionale Kapazität, Infrastrukturverschiebungen, Abstürze, Quoten oder Abrechnungslimits können sie vorübergehend unterschreiten. Mindestens drei Instanzen empfiehlt Google für hohe Verfügbarkeit. Keine davon bekommt ein lebenslanges Namensschild für einen begonnenen Auftrag.
Instanzbasierte Abrechnung lässt die CPU nach einer Antwort weiterarbeiten. Kurze Hintergrundaufgaben passen dazu. Doch ein untätiger Container, auch ein warm gehaltener, kann abgeschaltet werden. Ein SIGTERM-Handler hat zehn Sekunden zum Abschließen oder Speichern eines Wiederaufnahmepunkts. Längere Arbeit benötigt dauerhaften Zustand und Wiederholbarkeit. Google verweist auf Cloud Tasks für asynchrone Aufgaben mit erneuten Versuchen und auf die separate Ressource Cloud Run instance für einen einzelnen langlebigen Prozess mit Neustartregeln und bis zu sieben Tagen ununterbrochener Laufzeit.
Der Einkauf muss deshalb die Metrik benennen: schneller erster Aufruf oder nachweislich abgeschlossene Arbeit. Für einen meist untätigen Einzelprozess kann die separate instance laut Google günstiger sein als ein Dienst mit Mindestinstanzen und instanzbasierter Abrechnung; die reale Rechnung folgt Nutzung und SKU. Einem bestimmten Kunden fehlen hier Neustart-, Aufgaben-, Latenz- und Kostendaten. Eine Eins im Konfigurationsfeld beantwortet nur die Kapazitätsfrage.
Quellen
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