Zusammenfassung

  • Galaxys vorläufiges bereinigtes Q3-EBITDA beträgt 454,749 Millionen Dollar: 395,025 Millionen bei Treasury & Corporate, 68,746 Millionen bei Data Centers und minus 9,022 Millionen bei Digital Assets.
  • Data Centers verzeichnete einen Nettoverlust von 435.000 Dollar. In der Überleitung werden 75,439 Millionen Dollar „notes interest and other expense“ hinzugerechnet.
  • Die Investitionsausgaben des Segments stiegen auf 757 Millionen Dollar; die kumulativ an Mieter gelieferte kritische IT-Last blieb in Q2 und Q3 bei 133 MW.

455 Millionen Dollar bereinigtes EBITDA klingen nach einem starken Quartal für das Geschäft, das Galaxy als KI-Infrastruktur ausbaut. Die Segmenttabelle verteilt den Applaus anders: 395,025 Millionen Dollar kommen von Treasury & Corporate, 68,746 Millionen von Data Centers, Digital Assets verliert 9,022 Millionen. Die Unternehmensmitteilung stellt digitale Vermögenswerte und KI-Infrastruktur als zwei Chancen nebeneinander. Das Ergebnis dieses Quartals stellt sie nicht nebeneinander.

Data Centers hat trotzdem einen echten Betriebsschritt geschafft. Nach Angaben von Galaxy war Q3 das erste volle Quartal mit umsatzwirksamem Betrieb unter dem Helios-I-Phase-I-Leasingvertrag. Alle 133 MW kritische IT-Last waren bereits bis Ende Q2 an den Mieter übergeben. Ende Q3 standen kumulativ weiterhin 133 MW in der Tabelle. Das Segment verdiente ein ganzes Quartal mit dem ersten Block; es lieferte in diesem Quartal keine zusätzlichen Megawatt.

Die Überleitung zeigt den Abstand zwischen Segmentergebnis und bereinigtem EBITDA. Data Centers weist 79,068 Millionen Dollar bereinigten Bruttogewinn und 68,746 Millionen bereinigtes EBITDA aus, aber einen Nettoverlust von 435.000 Dollar. Galaxy rechnet 75,439 Millionen Dollar aus der Sammelposition „notes interest and other expense“ hinzu und nimmt weitere Anpassungen für aktienbasierte Vergütung, Steuern, Abschreibungen und sonstige Posten vor. Wie viel davon reine Zinsen sind, legt die Mitteilung nicht offen. Bereinigtes EBITDA ist eine Nicht-GAAP-Kennzahl; die Q3-Überleitung macht den Unterschied zum Nettoergebnis sichtbar.

Der Bau braucht zugleich deutlich mehr Kapital. Die Data-Centers-Investitionsausgaben lagen im Q3 bei 757 Millionen Dollar, nach 448 Millionen im Q2. Der Bereich meldete 6,8 Milliarden Dollar Vermögenswerte und 5,3 Milliarden Verbindlichkeiten. Galaxy erklärt Helios I Phase II für vollständig finanziert und im Bau; erste Hallenlieferungen sind für Q2 2027 vorgesehen. Außerdem seien 830 MW genehmigte Kapazität in Helios II noch nicht vermietet, während Gespräche mit potenziellen Mietern weiterliefen. Finanzierung, Genehmigung, Bau, Mietvertrag und übergebene Last sind verschiedene Belege.

Die Mitteilung vom 27. Oktober bezeichnet die Q3-Zahlen als vorläufig und ungeprüft. Der nächste Quartalsbericht liefert den Abschluss. Schon jetzt ist die operative Frage klar: Wie viel der 757 Millionen Dollar Bauausgaben wird zu gelieferter Last, Mieteinnahmen und einem positiven Nettoergebnis des Segments?

Quellen