- Wheeling und Silicon Foundry Energy haben eine Vereinbarung ausgearbeitet, die das Warwood-Projekt unter West Virginias 90-MW-Schwelle für besonders belastende Rechenzentren halten soll
- Wenn das Projekt außerhalb dieser Kategorie bleibt, bewahrt die Stadt die Option, das Grundstück in einen TIF-Finanzierungsbezirk aufzunehmen; die Zustimmung des Stadtrats steht jedoch noch aus
Die Fakten
Wheeling und Silicon Foundry Energy haben eine verbindliche Absichtserklärung für das vom Unternehmen vorgeschlagene Rechenzentrum und Energietechnologie-Campus auf dem ehemaligen Grundstück der Centre Foundry & Machine Company in Warwood ausgehandelt. Lokalen Berichten zufolge wurde der zehnseitige Entwurf von beiden Seiten geprüft und soll dem Wheelinger Stadtrat vorgelegt werden.
Nach Landesrecht werden qualifizierende Rechenzentren mit mindestens 90 MW aggregierter kritischer IT-Last als besonders belastende Einrichtungen („high-impact facilities“) eingestuft. Die Regeln gelten für Anlagen, die ab dem 1. Juli 2025 in Betrieb gehen. Grundstücke, auf die diese Regeln anwendbar sind, können nicht Teil einer Tax-Increment-Finanzierung sein. Stadtvertreter sagten, dass Wheeling die Warwood-Fläche für einen solchen Bezirk frei prüfen könnte, wenn die Schwelle unterschritten wird. Der Entwurf selbst schafft keinen solchen Bezirk und genehmigt keine Subvention.
Die Einschätzung
Die Kapazitätsgrenze hängt unmittelbar davon ab, wie Wheeling Arbeiten rund um das Grundstück finanzieren darf. Bleibt das Projekt außerhalb der Kategorie besonders belastender Einrichtungen, behält die Stadt die Option der Tax-Increment-Finanzierung. Ein späterer Wechsel in diese Kategorie könnte die finanziellen Rahmenbedingungen der Neuentwicklung verändern.
Die Formulierung ist entscheidend, weil das Recht West Virginias auf die aggregierte kritische IT-Last abstellt und nicht auf eine vage Beschreibung, wie groß der Campus erscheint. Die endgültige Vereinbarung muss daher klarlegen, wie die Kapazität gezählt wird und was geschieht, wenn Silicon Foundry Energy weitere Anlagen oder eine weitere Phase hinzufügt. Der Verbleib unter 90 MW sagt für sich genommen zudem nichts über Stromquellen, Wasserverbrauch, Lärm oder andere lokale Anliegen.
Für BTW-Leser: Wheeling versucht, einen Teil dieses Verhältnisses zu regeln, bevor das Grundstück bebaut wird. Billigt der Stadtrat die Vereinbarung, muss eine künftige Expansion künftig zusammen mit der Finanzierungsstruktur betrachtet werden, die die Stadt um die Neuentwicklung herum aufbauen kann, statt als separate Entscheidung später.
Worauf zu achten ist
Auf die Entscheidung des Wheelinger Stadtrats und die endgültige Formulierung der Absichtserklärung zu achten – insbesondere darauf, wie die kritische IT-Last und eine künftige Expansion definiert werden. Ein späterer TIF-Vorschlag sollte zudem zeigen, welche öffentlichen Bauvorhaben der Bezirk unterstützen soll und wie viele Einnahmen die Stadt davon erwartet.
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