Summary
- Die GAO stellte fest, dass der Bericht vom März 2026 über die Nutzung von US-Bundesbüros leerstehende Flächen unter Kontrolle der General Services Administration ausließ, wenn für sie keine aktive Vereinbarung mit einer Nutzerbehörde bestand.
- Ein im Juli erstellter Datensatz wies 20.243.856 nutzbare Quadratfuß in dieser Leerstandskategorie aus. Bei 72 teilweise leeren Objekten, die im März mindestens 60 Prozent Nutzung meldeten, könnte die Quote nach Einbeziehung der freien Flächen unter die Schwelle fallen.
Ein gutes Ergebnis für ein halbes Gebäude
Die US-Regierung will wissen, welche Büroflächen sie noch braucht. Das neue Messverfahren stellte auf Flächen mit aktiven Nutzungsvereinbarungen ab. Leerstehende Räume, die die General Services Administration (GSA) weiterhin kontrollierte, landeten nicht im Nenner. Im vollständigen Prüfbericht beschreibt die GAO den rechnerischen Effekt: Weniger Fläche im Nenner bedeutet eine höhere ausgewiesene Nutzungsquote. Der Märzbericht erklärte diese Auslassung weder dem Kongress noch der Öffentlichkeit klar.
Wie groß die betroffene Kategorie ist, zeigt eine spätere GSA-Aufstellung. Im Juli 2026 waren 20.243.856 nutzbare Quadratfuß leer. Rund 15,6 Millionen davon lagen in Gebäuden oder Mietobjekten mit anderen Nutzern; rund 4,6 Millionen entfielen auf vollständig leere Standorte. Das ist eine Juli-Messung. Ein exakter März-Wert müsste aus einem März-Bestand kommen. Die Berichtsregel, die solche Flächen ausschloss, ist hingegen belegt.
Die 60-Prozent-Grenze macht aus der Definition eine Entscheidungshilfe. Die GAO identifizierte 72 teilweise leere GSA-Objekte, die nach März-Zahlen bestanden und nach Einrechnung des Leerstands darunter fallen könnten. Für ein Bundesgebäude in Kalifornien errechnete sie beispielhaft einen möglichen Rückgang von 68 auf 57 Prozent, wenn 33.482 leere Quadratfuß einbezogen werden. Ein Mietobjekt in Michigan könnte von 78 auf 58 Prozent sinken. Die Beispiele zeigen mögliche neue Berechnungen, keine abgeschlossenen Neubewertungen aller 72 Objekte.
Auch die öffentliche Detaildatei hatte eine Auswahlgrenze: Einzelne Flächen unter 60 Prozent waren enthalten, Flächen darüber nicht. Die GAO empfiehlt, Leerstand und Werte für ganze Gebäude zu veröffentlichen und den Umfang der Datei offen zu benennen. GSA will die Empfehlungen prüfen. Erst mit dieser Ergänzung lässt sich erkennen, ob ein Gebäude genutzt wird oder nur sein vermieteter Teil gut aussieht.
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