Zusammenfassung

  • Der Wholesale-Umsatz ohne Altleistungen stieg im dritten Quartal 2026 laut Orange Polska um 13 Prozent; Treiber waren Glasfaserzugang und Datentransport.
  • Der gesamte Wholesale-Umsatz lag bei 463 Mio. PLN nach 436 Mio. PLN ein Jahr zuvor; die 13 Prozent gelten für die engere, um Altleistungen bereinigte Kennzahl.

Der nationale Roamingvertrag ist beendet. Das Wholesale-Geschäft ist nicht mitgegangen. Orange Polska meldete für das dritte Quartal 2026 einen Anstieg des Wholesale-Umsatzes ohne Altleistungen um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen führt ihn auf Wholesale-Glasfaserzugang und Datentransportverträge zurück; sie hätten das Ende des Roamingvertrags ausgeglichen.

Die Abgrenzung ist der kleine Buchhaltungssatz, der eine große Schlagzeile ehrlich hält. Der Bericht weist für den gesamten Wholesale-Umsatz im Quartal 463 Mio. PLN aus, nach 436 Mio. PLN im Vorjahresquartal. Die 13 Prozent beziehen sich nicht auf diese Gesamtsumme, sondern auf die Kennzahl ohne Altleistungen. Gesamtgeschäft und bereinigte Wachstumsrate sind zwei verschiedene Dinge.

Auch die Zugangsbase wächst: Die Zahl der Wholesale-Glasfaser-Bitstreamkunden stieg von 251.000 im zweiten auf 274.000 im dritten Quartal. Insgesamt erhöhte sich Bitstream von 297.000 auf 317.000 Kunden. Das sind Anschlüsse, keine Umsätze und keine Margen. Sie zeigen dennoch, dass die Glasfaserzugangsseite größer wird.

Ein Netz kann Endkunden bedienen und zugleich Zugang oder Transport an andere Diensteanbieter verkaufen. Der Umsatzmix verschiebt sich von einem einzelnen Roamingvertrag hin zu Glasfaserzugang und Datentransport. Ob daraus ein besseres Geschäft wird, hängt von Preisen, Vertragslaufzeiten, Netzauslastung und Leistungskosten ab. Eine Anschlusszahl allein kann diese Rechnung nicht erledigen.

Der Bericht nennt weder die Wholesale-Marge noch trennt er wiederkehrende Zugangserlöse von projektbezogenem Datentransport. Das Wachstum ist belegt; die Renditebrücke zum eingesetzten Kapital fehlt.

Quelle: Orange Polska, aktueller Bericht 18/2026.