Zusammenfassung
- Eine Rückschau von 1995 berichtet, dass IP über X.25 Ende 1992 90 Prozent des gesamten JANET-Verkehrs erreichte; sie setzt den Wert nicht mit Leitungsauslastung gleich.
- SuperJANET war bereits seit 1989 in Planung. Die spätere Zahl stützte natives IP in JANET, nicht den Start des Hochleistungsprojekts.
Analyse
Überlappende, aber getrennte Zeitlinien
Die Planung von SuperJANET begann 1989; im Dezember 1991 bewilligte der Universities Funding Council die erste Projektphase. JIPS, der JANET IP Service, war ab Oktober 1991 verfügbar und transportierte IP über das bestehende X.25-Netz. Der Projektbericht von 1994 und ein zeitgenössischer OECD-Bericht zeigen einen eigenen Planungs- und Finanzierungsweg für SuperJANET. Die 90-Prozent-Zahl vom Jahresende 1992 kann daher nicht ihr Ursprung gewesen sein.
1993 berichten Crowcroft und Kollegen, JIPS sei rasch gewachsen und habe damals etwa ein Drittel des 2-Mb/s-Backbones genutzt. 1995 schreiben Kim, Simpson, Hutchison und Scott rückblickend, dass IP-Verkehr über X.25 Ende 1992 90 Prozent des gesamten JANET-Verkehrs ausmachte. Sie führen das als Grund für natives IP im JANET-Backbone an und sagen, es habe weitere Nutzer zum Wechsel ermutigt.
Die Werte sind keine gemeinsame Auslastungsreihe. Der Bericht von 1993 setzt JIPS zum 2-Mb/s-Backbone in Beziehung; der von 1995 vergleicht IP über X.25 mit dem gesamten JANET-Verkehr und nennt dafür in der knappen Rückschau keine Einheit. 90 Prozent bedeutet somit weder 90 Prozent Leitungsauslastung noch, dass ebenso viele Hochschulen migriert waren. Der Wert stützt eine konkrete Betriebsentscheidung: natives IP innerhalb von JANET.
Der alte Dienst brauchte einen Übergang
Kim und Kollegen nennen den Ausbau lokaler Netze als wichtigsten Treiber des IP-Verkehrs. Der Wandel kam aus der alltäglichen Nutzung an den Hochschulen, nicht allein aus einem zentralen Beschluss. Laut ihrer Darstellung unterstützte UKERNA noch X.25-abhängige Anwendungen beim Wechsel. Das alte Backbone wurde zurückgestuft und sollte abgeschaltet werden; die Quelle nennt aber kein Datum für den letzten Dienst.
SuperJANET lief parallel. Der BT-Vertrag von 1992 umfasste 18 Millionen Pfund für vier Jahre und sollte nach dem Pilotprojekt überprüft werden. Der OECD-Bericht plante für März 1993 einen Pilotbetrieb an sechs Standorten und sagte, das neue Netz ergänze JANET. Bis April 1994 war laut Rückschau ein 34-Mb/s-SMDS-Netz für 60 Standorte verfügbar; ein separates PDH-Netz an 16 Standorten diente der ATM-Forschung. Forschungsnetz und IP-Migration waren verbunden, aber nicht identisch.
Die Trennung zeigt, wie beobachtete Nutzung eine Backbone-Entscheidung stützen konnte, ohne den früheren Forschungsplan zu verursachen. Der Follett-Bericht ordnet beide Netze Forschung, Lehre und Bibliotheken zu und hält fest, dass manchen Einrichtungen interne Netze für die Nutzung fehlten.
Quellen
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten
