Zusammenfassung

  • IGS verlangte 1993 für selbst gesetzte Ränge ab vier Dan Empfehlung und Zustimmung der Administration; viele selbst ernannte Fünf- und Sechs-Dan wurden im Juni herabgesetzt.
  • Später kam eine täglich aus gewerteten Partien berechnete Bewertung neben dem selbst angegebenen Rang hinzu.

Eine Tastatur kann ein ausgesprochen zügiger Beförderungsausschuss sein. Auf dem frühen Internet Go Server konnten Spieler sich selbst hohe Ränge geben. Im Juni 1993 bearbeitete die Administration zahlreiche dieser Angaben: Die meisten selbst gesetzten Sechs- und Fünf-Dan wurden über Nacht zu Vier-Dan.

So schildert es der Teilnehmer Jim Z. Yu in seiner bei Pandanet erhaltenen Chronik von 1993. Er nannte das Ereignis „6-dan massacre“. Gekürzt wurden die Angaben neben den Konten.

Ein Dan bezeichnet laut offiziellem Glossar einen Rang für starke Spieler. Wer einem Unbekannten im Netz begegnet, erhält damit einen ersten Anhaltspunkt für dessen Spielstärke. Ein kleines Feld übernimmt viel gesellschaftliche Arbeit.

Der Spielraum wird voller

Yus Rückblick auf 1992 beschreibt den öffentlichen Start im Februar an der University of New Mexico. Im Juni kamen Server in Frankreich und Berkeley dazu. Turniere, Profis und Zuschauer bevölkerten den Raum.

Im September tippten Nutzer die Züge einer bedeutenden Partie nach Informationen von Fernsehterminals ein. Entfernte Beobachter konnten dasselbe Brett verfolgen. Das Netz stellte den Treffpunkt bereit; Menschen organisierten das Geschehen.

Die Zuschauer brachten auch technische Last mit. Eine Jubiläumspartie im Februar 1993 zog unerwartet viele Besucher an, der Berkeley-Server wurde instabil. Das Spiel wechselte auf den französischen Server und endete dort. Auch ein Raum aus Software konnte überfüllt sein.

Beim Rang ging es um eine andere Belastungsprobe: Wie viel sollte eine fremde Selbstauskunft gelten? Nach Yus Bericht benötigten Spieler nun Empfehlung und Zustimmung der Administration, um sich vier Dan oder mehr zu geben. Die Änderungen im Juni machten diese Zuständigkeit sichtbar. Der Spieler konnte einen Anspruch anmelden; die Betreiber entschieden über das hohe Schild neben seinem Namen.

Die Partien reden mit

Später im selben Jahresbericht folgt ein weiterer Schritt. IGS begann eine Bewertung neben dem selbst gesetzten Rang einzuführen. Sie sollte täglich aus gewerteten Partien berechnet und später im Jahr automatisch angezeigt werden.

Die Abfolge enthält zwei verschiedene Eingriffe. Im Juni änderten Administratoren erklärte Ränge. Die spätere Berechnung führte gespeicherte Partien als zusätzliche Informationsquelle ein. Die Selbstdarstellung bekam eine Akte neben sich.

Damit erhielt der Betreiber weitere Aufgaben. Eine Bewertung hängt davon ab, welche Spiele zählen und wie sie verarbeitet werden. Die Ausgabe kann automatisch erfolgen; Regeln und Datengrundlage bleiben Sache des Dienstes.

IGS begegnete früh einem dauerhaften Problem von Onlinegemeinschaften. Wer Menschen verbindet, schafft Bedarf an Hinweisen, mit denen sie einander einschätzen können. Der Rang neben dem Namen wurde zur Ausstattung des Spielraums. Das Brett bereitzustellen hieß zunehmend auch, die Abzeichen zu verwalten.