Summary

  • GMO Internet will jedem aktuellen Kunden von Onamae.com Desktop Cloud 5.000 Yen zahlen. Für bestätigte Offenlegungen kommen je Informationskategorie 10.000 bis 25.000 Yen hinzu, nach den veröffentlichten Bedingungen höchstens drei Millionen Yen je Offenlegung.
  • Der Dienst wird auf der betroffenen Infrastruktur nicht wieder gestartet. Mangels feststehender Kundenzahl, bestätigtem Offenlegungsumfang und anerkannten Transaktionen kann GMO die Belastung für das Konzernergebnis noch nicht berechnen.

Für die Rechnung fehlen die Stückzahlen

Die Mitteilung vom 28. Oktober nennt sechs finanzielle Maßnahmen. Fünf trägt GMO Internet als Betreiberin: die Pauschale, realisierte Verluste aus als unbefugt anerkannten Wertpapiergeschäften, mögliche Ersatzcomputer bei bestätigten Ransomware-Schäden, zusätzliche Zahlungen für tatsächlich offengelegte Informationen und weitere Hilfe für Betroffene. Die sechste Maßnahme ist eine Prämie für Hinweise auf die Täter mit einer Obergrenze von insgesamt einer Million US-Dollar. Sie wird von der Muttergesellschaft GMO Internet Group finanziert. Wer diese Prämie als Kundenentschädigung der Tochter verbucht, addiert unterschiedliche Verpflichtungen und Kostenträger.

Bei der ersten Verpflichtung fehlt nur der Nenner. Der Beschluss vom 24. Oktober sieht für alle derzeitigen Kunden 5.000 Yen vor, unabhängig von einem nachgewiesenen Vermögensschaden. Der spätere Sonderbetrag setzt voraus, dass GMO die Veröffentlichung von Daten des jeweiligen Kunden bestätigt. Pro Datenkategorie sind 10.000 bis 25.000 Yen vorgesehen; mehrere Kategorien können sich bis zur angegebenen Grenze je Offenlegung summieren. Tatsächlich entstandene Verluste aus nicht autorisierten Transaktionen werden dagegen anhand von Handels- und Zugriffsprotokollen gesondert geprüft. Drei Regeln, drei verschiedene Grundgesamtheiten.

Der langfristige Kostenblock steckt womöglich im Betrieb. GMO will die kompromittierte Plattform nicht mehr für Desktop Cloud einsetzen. Kunden, die weiter eine Windows-Arbeitsumgebung benötigen, können auf einen unabhängigen Ersatzdienst wechseln und ihn sechs Monate kostenlos nutzen. Das Unternehmen muss also eine sichere Migration finanzieren und später erneut zahlende Nutzer gewinnen. Ein Starttermin und Migrationsbudget fehlen. Wie Verträge und Gebühren für Kunden behandelt werden, die nicht wechseln, soll noch bekannt gegeben werden.

GMO nennt selbst die fehlenden Größen: Anzahl berechtigter Kunden, Umfang der bestätigten Offenlegung und entschädigungspflichtige Geschäfte. Deshalb gibt es noch keine bezifferte Gesamtwirkung. Erst eine Aufstellung mit diesen Mengen, anerkannten Handelsverlusten und Termin für den Ersatzdienst macht aus den Tarifen eine wirtschaftliche Rechnung.

Sources