Summary
- FEMA ersetzte 2025 im National Risk Index den Social Vulnerability Index der CDC durch Community Resilience Estimates des US-Zensusbüros. Unterlagen, die der GAO prüfte, zeigen danach andere soziale Vulnerabilitätswerte in mehr als der Hälfte der Counties.
- Die Behörde verglich Werte einzelner Modellkomponenten. Der GAO fand keine Sensitivitätsanalyse, die den Einfluss des Quellenwechsels und gleichzeitiger Aktualisierungen auf den zusammengesetzten Risikoscore testete. Das Heimatschutzministerium bezeichnete seine Arbeit als Analyse; der GAO hielt den Vergleich der Komponenten für die Frage nach dem Endergebnis für unzureichend.
- Die Indexergebnisse wurden im Dezember 2025 in RAPT integriert. Im Mai 2026 hatte FEMA nach eigener Aussage keinen aktuellen Plan für eine weitere Indexaktualisierung. Das Ministerium akzeptierte Empfehlungen zu Nutzungshinweisen und fortlaufendem Feedback, wies die Sensitivitätsanalyse aber zurück.
Ein neues Eingangssignal auf der alten Karte
Der National Risk Index verbindet erwartete jährliche Schäden durch 18 Naturgefahren mit sozialer Vulnerabilität und der Widerstandskraft von Gemeinden. Er erzeugt relative Risikowerte für Counties und Zählbezirke. Planer können damit Gebiete vergleichen und Investitionen zur Risikominderung erwägen. Seit Dezember 2025 sind die Ergebnisse im Resilience Analysis and Planning Tool, kurz RAPT, verfügbar. Der Score gelangt damit direkt in eine Arbeitsumgebung für Entscheidungen.
Im November 2025 tauschte FEMA die wichtigste Datenquelle der sozialen Vulnerabilität aus. An die Stelle des Index der US-Gesundheitsbehörde CDC traten Community Resilience Estimates des Zensusbüros. FEMA erklärte, das passe besser zu den Prioritäten der Regierung und weiterhin zum Gesetz von 2022 über Katastrophenresilienzzonen. Sie bewertete die Quelle intern und verglich Werte auf County-Ebene. Die vom GAO eingesehenen Daten zeigen: Bei mehr als der Hälfte der Counties war der Vulnerabilitätswert nach dem Austausch anders.
Das ist eine erhebliche Änderung an einem Bauteil. Wie sich der fertige Score verhielt, bleibt offen. Im vollständigen GAO-Bericht fehlt der Nachweis eines Tests, der die neue Quelle und andere zeitgleiche Änderungen bis zum zusammengesetzten Risikoergebnis durchrechnet. Eine Sensitivitätsanalyse würde das Modell mit alter und neuer Quelle betreiben, die übrigen Änderungen trennen und die Ausgaben vergleichen. Aus geänderten Eingabewerten lässt sich keine Zahl für geänderte Gesamtplatzierungen ableiten. Eben deshalb ist die zweite Rechnung nötig.
Das zuvor verworfene Material ist zurück
Schon 2022 hatte eine FEMA-Arbeitsgruppe die Daten des Zensusbüros geprüft und nach ihren damaligen Kriterien für ungeeignet befunden. Sie sah unzureichende Unterschiede zwischen Auswirkungen auf verschiedene Gemeinden und befürchtete, Fehler in Daten oder Modell könnten relative Vulnerabilität umkehren. Beim damaligen Quellenentscheid nutzte die Behörde Sensitivitäts- und andere Analysen, um Folgen verschiedener Quellen für Risikobewertungen zu verstehen.
Drei Jahre später beurteilte FEMA dasselbe Produkt als geeignet. Ein verändertes Urteil braucht eine nachvollziehbare Begründung: Welche Kriterien oder Daten änderten sich, und was geschah mit dem Ergebnis? Der Vergleich der County-Werte war ein sinnvoller erster Schritt. Er machte die Breite der Änderung sichtbar. Das Heimatschutzministerium sagte in seiner Stellungnahme, es habe eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Der GAO prüfte die Unterlagen und hielt die vergleichende Komponentenbewertung für gültig, aber nicht für einen Test des zusammengesetzten Risikoscores. Der Konflikt betrifft die Tiefe der Prüfung.
Ein County kann einen Score verwenden, um die Reihenfolge von Schutzprojekten zu erklären. Der Score verdichtet erwartete Schäden, gesellschaftliche Bedingungen und Resilienz. Wenn eine Eingangsschicht ausgetauscht wird, muss der Modellbetreiber zeigen, welche Auswirkungen seine Entscheidung auf die veröffentlichte Kennzahl hatte. Die lokale Verwaltung sollte das aus einer geänderten Farbe nicht erraten müssen.
Viel Rückmeldung, kein dauerhafter Kreislauf
Auch am anderen Ende des Werkzeugs fand der GAO eine Lücke. FEMA veröffentlichte Zweck und Methodik, hielt Webinare ab und verteilte Informationsblätter. Konkrete Beispiele, wie man NRI-Ergebnisse allein oder gemeinsam mit RAPT und Hazus zur Auswahl von Schutzmaßnahmen nutzt, fehlten. Einige staatliche Planungsbeamte sagten, sie hätten keine Gelegenheit gehabt, die Nützlichkeit des Index zu bewerten, und kennten kein laufendes Feedbackverfahren.
Bei einer öffentlichen Anhörung 2023 gingen mehr als 600 Antworten ein, aus denen FEMA 152 Aufgaben bildete. Im April 2025 waren 14 als erledigt markiert; andere liefen, waren nicht begonnen oder warteten auf künftige Aktualisierungen. Das ist ein datierter Zwischenstand vor dem späteren Quellenwechsel, keine heutige Erledigungsquote. Neue Daten und ein neuer Zugang über RAPT machen eine verlässliche Rückleitung von Nutzererfahrungen zum Modell besonders wichtig.
Drei GAO-Empfehlungen verlangen konkrete Anwendungsbeispiele, regelmäßige offengelegte Sensitivitätsanalysen und ein systematisches Verfahren für Rückmeldungen. Das Ministerium stimmte den Vorschlägen für Anleitung und Feedback zu und nannte den 31. Dezember 2027 als angestrebten Termin. Den Analysevorschlag lehnte es ab: Es verwies auf seine bisherige Prüfung und darauf, dass nach der RAPT-Integration keine laufenden NRI-Aktualisierungen geplant seien. FEMA hatte im Mai 2026 lediglich erklärt, dass derzeit kein Aktualisierungsplan vorliege, und gesetzliche Pflichten zur Überprüfung von Risikoprodukten anerkannt.
Der GAO beharrte auf seiner Empfehlung.
Sources
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für den Strategischen Kreis
Strategischer Kreis
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategischem Kreis beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





