Zusammenfassung

  • Im CityFibre-Vertrag für Cambridgeshire sank die Zahl der Objekte im anfänglichen Vertragsumfang von 18.230 im September auf 17.600 im Oktober. Die Zahl der gebauten Objekte stieg von 14.330 auf 14.500.
  • BDUK führt den Rückgang auf neue Finanzmodelle zurück, die die Zahl förderfähiger Objekte im Interventionsgebiet verändert haben.

In Cambridgeshire arbeitet der Bautrupp vorwärts, während die Vertragsliste rückwärts zählt. BDUKs September-Tabelle verzeichnet 18.230 vertraglich erfasste und 14.330 gebaute Objekte. Die Oktober-Ausgabe zeigt 17.600 und 14.500. Aus den gerundeten Beständen ergibt sich ein Minus von 630 im Umfang und ein Plus von 170 beim Bau. Der erste Wert beschreibt eine veränderte Fördergrenze, keine zurückgerollte Glasfaser.

Fußnote drei nennt den Auslöser: Neue Finanzmodelle ändern, wie viele Objekte im Interventionsgebiet als förderfähig gelten. Auch Durham trägt diese Fußnote; dort stehen in beiden Monatsausgaben unverändert 4.440 vertraglich erfasste Objekte. Cambridgeshire zeigt dagegen den Rückgang im veröffentlichten Vergleich. Welche Hausnummern betroffen sind und welcher Versorgungsplan sie nun erfasst, verrät die Tabelle nicht. Eine Summe kann den Weg einer einzelnen Adresse durch Gewerbeausbau, aufgeschobenen Umfang oder neue Kostenrechnung nicht nachzeichnen.

Der Vertrag hat bereits eine größere Revision hinter sich. Laut BDUKs Vertragsseite vereinbarten BDUK und CityFibre im Mai 2026 nach einer Ausweitung des kommerziellen Ausbaus eine Neugestaltung: etwa 35.000 Objekte, gefördert mit bis zu 77 Millionen Pfund. Der ursprüngliche Zuschlag von 2023 betraf bis zu 45.000 Objekte für 69 Millionen Pfund. Die Monatsübersicht zählt hingegen den anfänglichen vertraglichen Umfang. 35.000 und 17.600 sind verschiedene Bezugsgrößen; die Differenz wäre eine hübsche, aber falsche Schlagzeile.

BDUK rundet auf Zehner und weist auf Verzögerungen zwischen Lieferung und Datenübernahme hin. „Gebaut“ meint hier Vertragsobjekte, für die ein gigabitfähiger Anschluss geliefert wurde, während die offizielle Statistik zur geförderten Lieferung anders zählt. Im Oktober fehlen sowohl ein neuer Vertragspreis als auch eine Liste der Adressen hinter der Nettoänderung von 630. Eine datierte Gegenüberstellung der einzelnen Statuswechsel würde das Finanzmodell überprüfbar machen.

Wer auf einen Anschluss wartet, braucht mehr als eine Fußnote. Die entscheidende Auskunft lautet: Wer ist nach der neuen Berechnung für meine Adresse zuständig?

Quellen