Zusammenfassung
- HoPEc ließ Forschende eigene Arbeiten aus Vorschlägen auswählen und Änderungen mit einem per E-Mail verschickten Code bestätigen.
- Im Mai 2009 dauerte ein Durchlauf der automatischen Autorensuche fast drei Monate; neue Arbeiten konnten schon am Folgetag manuell zugeordnet werden.
Der neue Aufsatz war im Katalog, die Nachricht an seinen Autor noch lange nicht fällig. So konnte es bei RePEc im Mai 2009 aussehen: Die automatische Suche brauchte fast drei Monate für eine Runde durch 27.000 registrierte Personen.
Die damalige Erklärung zu den Aktualisierungszeiten gab einen einfachen Rat. Wer wusste, dass eine neue Arbeit vorlag, sollte sich anmelden und selbst suchen. Nach Aufnahme in ein Archiv stand sie normalerweise schon am nächsten Tag zur Zuordnung bereit.
Die automatische Suche beanspruchte den Rechner stark und fand meist nichts Neues. Eigene Aufmerksamkeit war deshalb ein brauchbarer Ersatz für das Warten auf den nächsten Besuch des Programms.
Wer kennt den Aufsatz besser?
RePEc hatte schon früher eine andere Form von Aufmerksamkeit eingesammelt: Autoren sollten erkennen, welche Arbeiten zu ihnen gehörten.
Das HoPEc-Team erläuterte den Ansatz in seinem Beitrag vom Juli 2000 anhand zweier Ökonomen: Michael B. Devereux und Michael P. Devereux. Eine verkürzte Namensangabe konnte beide meinen. Weitere Schreibweisen und Daten aus verschiedenen Archiven machten die Sache kaum übersichtlicher.
Der 1999 gestartete Registrierungsdienst schlug Werke vor, die Forschende per Auswahlkästchen ihrem persönlichen Eintrag zuordneten. Fehlte ein Vorschlag, ließ sich die Kennung eines bereits vorhandenen Werkes eingeben. Änderungen wurden mit einem vierstelligen Code aus einer E-Mail bestätigt.
Die damaligen Entwickler wollten sich die Verwaltung vergessener Passwörter und daraus entstehende doppelte Anmeldungen ersparen. Für doppelte Personeneinträge erwarteten sie trotzdem manuelle Kontrollen. Auch eine digitale Ablage konnte menschliche Nacharbeit gut gebrauchen.
Die Rangliste half beim Aufräumen
Im April 2009 veröffentlichte RePEc Tipps zur Verbesserung der eigenen Platzierung. Ein erheblicher Teil bestand darin, die Daten ordentlich zu halten.
Alle gelisteten Werke sollten im Profil stehen. Ein Arbeitspapier sollte auch nach Veröffentlichung des Zeitschriftenartikels dort bleiben, damit die Versionen verbunden werden konnten. Sämtliche verwendeten Namensvarianten halfen der Suche. Unsicher zugeordnete Zitate warteten auf Bestätigung.
Selbst versehentlich abgelehnte eigene Werke ließen sich aus der Ablehnungsliste zurückholen und erneut suchen. Die Sorge um die eigene Sichtbarkeit bekam damit eine Aufgabe, von der auch der Katalog profitierte.
An Weihnachten blieb die Arbeit verteilt
Die Mitteilung vom 24. Dezember 2009 erklärte, wohin Korrekturen gehörten. Fehlende oder fehlerhafte Publikationseinträge mussten die zuständigen Archive bearbeiten. Die Verlage behielten die Kontrolle über diese Angaben. Autoren konnten dagegen ihre Werkzuordnungen und Zugehörigkeiten im eigenen Profil pflegen.
Das Team nannte etwa 300 neue indexierte Arbeiten pro Tag und fast 23.000 registrierte Autoren. Die Betreuung erfolgte in der Freizeit. Eine Bitte, das eigene Profil zu ordnen, konnte somit recht schnell beim Absender wieder ankommen.
RePEc hatte einen Teil der Katalogarbeit an Menschen verteilt, die ihre Bestände bestens kannten. Der wissenschaftliche Beitrag war schon geschrieben. Nun brauchte er noch jemanden, der das richtige Kästchen ankreuzte.
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