Zusammenfassung
- 1985 hielt die FCC die Satellitenkapazität im Pazifik für ausreichend, um die Prognose zu bedienen; Kabelkreise zu den meisten großen Märkten waren bereits ausgelastet.
- Die Kommission entschied sich für einen TPC-3-Glasfaserplan mit Guam, obwohl eine günstigere Variante Guam ausließ und eine Verschiebung bis 1991 diskutiert wurde.
- Der Beschluss war ein Anlagenplan. Er belegt weder den termingerechten Bau noch einen Internetzugang für die lokale Bevölkerung.
Bevor ein weiteres Pazifikkabel zusätzliche Gespräche oder Datenverbindungen tragen konnte, musste jemand entscheiden, ob eine zweite Route ihre Kosten wert war. 1985 stand die FCC vor einem konkreten Spannungsfeld: Die Satellitenkapazität reichte laut Prognose aus, doch Kabelkreise zu den meisten großen Märkten waren bereits ausgelastet. Mit Guam verband die Routenwahl zwei öffentliche Interessen: wie viel Ausweichkapazität Betreiber erhalten würden und ob Nutzer einen strategisch begründeten Landepunkt mitfinanzieren sollten. Der Beschluss dokumentiert diese Entscheidung, aber weder einen späteren Ausfall noch die Inbetriebnahme des Kabels.
In ihrer Prüfung von 1985 bezifferte die Kommission rund 70 Prozent des Verkehrs zwischen den USA und der Pazifikregion auf Satellitenwege und etwa 30 Prozent auf Seekabel. Zugleich seien Kabelkreise zu den meisten großen Märkten ausgelastet, ausgenommen die Strecken nach Australien, Neuseeland und Fidschi. Diese Werte stammten aus der Planungsakte der FCC und waren keine unabhängige Verkehrsmessung. Freie Gesamtkapazität und ein Engpass auf einer bestimmten Route konnten gleichzeitig bestehen.
Der bevorzugte Plan II-A (Änderung 4) sollte das US-Festland und Hawaii über eine Unterwasser-Abzweigeinheit mit Japan und Guam verbinden. Das größere System sollte über Japan, Korea, Hongkong und die Philippinen zurück nach Guam führen; ein Abzweig nach Taiwan war ebenfalls vorgesehen. Die Abschnitte Festland–Japan, Festland–Guam und Guam–Philippinen waren für 1988 geplant, weitere Abschnitte für 1990 oder später.
Eine günstigere Alternative ließ Guam aus und bildete keinen Ring. Das Verteidigungsministerium und die NTIA befürworteten Guam aus Sicherheits-, Verteidigungs- und kommerziellen Gründen. Damit stand auch eine Frage für die Gebührenzahler im Raum: Sollten gewöhnliche Nutzer einen Landepunkt mitfinanzieren, dessen Wert teilweise strategisch begründet war? Die FCC verglich die Kosten mit Routenvielfalt, Dienstqualität, der Zustimmung ausländischer Partner, dem Wettbewerb zwischen Satelliten und Kabeln sowie industriepolitischen Erwägungen. Am Ende sprach die Abwägung für Glasfaser ab 1988 und den Guam-Plan.
Der Beschluss besagte weder, dass dem Pazifik Kapazität fehlte, noch verlegte er selbst ein Kabel. Er hielt fest, welche physische Infrastruktur die Betreiber bauen dürfen und sollen. Die FCC-Entscheidung belegt den Plan und seine Begründung; geplante Termine beweisen weder Bau noch Betrieb oder Internetzugang für eine bestimmte Gemeinschaft.
Quellen
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