Zusammenfassung
- Im April 2010 kündigte der Zoo für die öffentliche Panda Cam Sitzungen von fünf Minuten an. Danach musste die Seite neu geladen werden; bei hohem Andrang konnte der Wiedereinstieg warten müssen.
- Der Umbau von 2012 bis 2013 verband bessere Wiedergabe auf neueren Geräten mit einer Kameraanlage, die auch fortlaufende Beobachtungsaufzeichnungen ermöglichen sollte.
Ein Panda beim Nestbau richtet sich nach seinem eigenen Tempo. Die Website hatte für die Zuschauer einen anderen Takt vorgesehen. Am 27. April 2010 kündigte Smithsonian's National Zoo an, Besuche bei der Panda Cam auf jeweils fünf Minuten zu begrenzen. Danach hieß es: Browserseite neu laden. Bei genügend Platz ging es sofort weiter, bei zu großem Andrang sollte man es später versuchen. Selbst die gemütliche Tierbeobachtung bekam damit einen kleinen Verwaltungsakt.
Der Zoo bereitete damals eine Beobachtung von Mei Xiang rund um die Uhr vor. Freiwillige hatten bereits gesehen, wie sie Bambus für ihr Nest zerkleinerte. Mehr als vierzig Freiwillige von Friends of the National Zoo und Beschäftigte der Tierpflege sollten ihre Verhaltensweisen verfolgen, unterstützt durch den Kontakt mit den Pflegern und achtunddreißig Kameras im Gehege.
Die Freiwilligen waren darin geschult, etwa den Nestbau oder das Wiegen kleiner Gegenstände zu erkennen und festzuhalten. Sie führten fortlaufende Aufzeichnungen sowie Einträge im Abstand von fünf Minuten. Hier strukturierten die fünf Minuten eine laufende Arbeit. Beim Publikum beendeten sie einen Besuch. Hinter einem Bild, das man beiläufig ansehen konnte, steckte ziemlich aufmerksames Personal.
Das Bild musste auch später noch etwas hergeben
Im September 2012 beschrieb der Zoo die Grenzen seiner alten analogen Anlage. Viele neuere Geräte konnten damit nichts mehr anfangen. Ein Teil einer Spende von Ford Motor Company Fund sollte den Austausch anstoßen. Vorgesehen waren achtundvierzig Kameras: zuerst innen, anschließend außen und an der Beobachtungsstation.
Das geplante vernetzte System sollte durchgehend aufnehmen. So könnten Forschende weiter mit den Verhaltensdaten arbeiten, wenn sie selbst gerade außerhalb des Geheges waren. Zugleich sollte das Publikum die Übertragung auf Geräten mit Webvideo-Wiedergabe sehen können. Dieselbe Technik musste den flüchtigen Besuch und die spätere Auswertung bedienen.
Am 30. Mai 2013 gingen die öffentlichen Kameras für den Umbau offline. Der Zoo meldete am 22. Juli ihre Rückkehr für zwölf Uhr mittags. Auf Computern, Tablets und Mobilgeräten ließen sich die Bilder nun ohne ständiges Neuladen weiter ansehen. Die Kameras in Mei Xiangs Innenquartier waren auf HD umgestellt, die Beobachtungsstation hatte größere Flachbildschirme bekommen. Das Panda-Team nutzte die Anlage weiterhin für Verhaltensforschung und Fernbeobachtung.
Ein Pandabild einfach laufen zu lassen klingt nach einem bescheidenen technischen Wunsch. Dafür mussten jedoch Geräte ersetzt, Freiwillige ausgebildet und brauchbare Aufzeichnungen bewahrt werden. Die Zerstreuung des Publikums beruhte auf der Konzentration anderer Leute. Im Sommer 2013 lernte schließlich auch der Browser, etwas länger stillzuhalten.
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