Summary

  • Ofcom lässt Q/V-Band-Gateways nun auch in 68 dicht besiedelten britischen Gebieten zu. Dort stehen bis zu 8 GHz zur Verfügung; Anträge sind sofort möglich.
  • Der städtische Standardweg endet beim Empfang bei 40,5 GHz. Für 40,5–42,5 GHz müssen Betreiber eine örtlich begrenzte Local-Access-Lizenz beantragen.

Der Weg vom Satelliten ins Internet führt durch eine Bodenstation. In Städten locken Glasfaser und Rechenzentren, doch dort haben auch andere Nutzer bereits Funkrechte. Mit seiner Entscheidung vom 23. Oktober öffnet Ofcom das Q/V-Band für Gateways in 68 dicht besiedelten Gebieten. Diese machen sechs Prozent der britischen Landfläche aus. Im März hatte die Behörde bereits bis zu 10 GHz für die weniger dicht besiedelten übrigen 94 Prozent geöffnet. In den Städten kommen nun bis zu 8 GHz hinzu.

Auf den ersten Blick fehlt nur eine Zahl im Frequenzplan. In der Praxis trennt sie zwei Genehmigungswege. Die endgültige Verfügung umfasst beim städtischen Standard-Gateway Empfangsfrequenzen von 37,5 bis 40,5 GHz. Der anschließende Bereich von 40,5 bis 42,5 GHz bleibt außen vor. In diesem Teil der Funkkarte liegen auch Rechte aus der Mobilfunkversteigerung von 2025. Ofcom will die gemeinsame Nutzung deshalb an einem konkreten Standort prüfen.

Dafür steht der Local-Access-Weg bereit. Nach Einschätzung der Behörde dürfte er dort am einfachsten sein, wo sich der Satellitenbetreiber mit Mobilfunk-Lizenznehmern verständigt hat, die am betreffenden Ort keinen Ausbau planen. Ofcom will beobachten, ob dieser Weg funktioniert. Für den Betreiber ist das mehr als Verwaltungssprache: Die Standardlizenz eröffnet den Stadtteil, die örtliche Lizenz entscheidet über die nutzbare Frequenz an der ausgewählten Parzelle.

Anträge für den Standardweg werden in der Reihenfolge ihres Eingangs geprüft. Leistung, Antennencharakteristik und Elevationswinkel sind begrenzt; für zwei Teilbänder ist zudem eine Abstimmung mit dem Verteidigungsministerium vorgesehen. Bei Veröffentlichung nannte Ofcom eine bereits genehmigte Q/V-Bodenstation in einem Gebiet geringer Dichte. Erst künftige Stadtlizenzen werden zeigen, wo aus der Freigabe ein Standort wird.