Zusammenfassung

  • Ofcom erfasste Ende des zweiten Quartals 2026 insgesamt 29,474 Millionen Festnetz-Breitbandanschlüsse für Haushalte und kleine Unternehmen; gerundet nennt die Übersicht 29,5 Millionen.
  • Die Behörde hält die Zahlen für „Sonstige (einschließlich FTTx)“ wahrscheinlich für zu niedrig, weil sie nicht von allen alternativen britischen Vollglasfaseranbietern Daten erhebt. Eine Zahl der fehlenden Anschlüsse nennt sie nicht.

Eine Marktgesamtzahl kann eindeutiger wirken als die Reihe, aus der sie entsteht. In ihrem Update für das zweite Quartal 2026 beziffert Ofcom die Festnetz-Breitbandanschlüsse britischer Haushalte und kleiner Unternehmen zum Quartalsende auf 29,474 Millionen. Zugleich erklärt die Tabelle, dass die Werte für „Sonstige (einschließlich FTTx)“ wegen genauerer Daten angepasst wurden und weiterhin wahrscheinlich zu niedrig sind: Ofcom erhebt nicht von allen alternativen Vollglasfaseranbietern im Vereinigten Königreich Daten. Die Behörde stimmt sich mit der Branche ab, um die Abdeckung zu verbessern.

Dieser Hinweis begrenzt die Aussagekraft der Zahl. Die 29,474 Millionen sind Festnetz-Breitbandanschlüsse innerhalb des definierten Tabellenumfangs. Sie zählen weder FTTP-Anschlüsse noch erschlossene Gebäude oder Kunden mit reiner Glasfaser. Schon die Bezeichnung verbindet „Sonstige“ mit FTTx, statt eine eigene FTTP-Reihe auszuweisen. In ihrer Marktübersicht für das vierte Quartal 2024 beschrieb Ofcom „Sonstige einschließlich FTTx“ überwiegend als Glasfaser bis zum Kabelverzweiger und Vollglasfaser. Auch diese frühere Beschreibung spricht dagegen, die Kategorie als reine Vollglasfaserkennzahl zu lesen.

Der Fußnotenhinweis ist ein konkretes Marktsignal: Der regulatorische Beobachtungsrahmen deckt zumindest einen Teil der alternativen Glasfasernetze noch nicht vollständig ab. Ofcom nennt jedoch weder die Anbieter ohne Meldung noch die ausgelassenen Anschlüsse und veröffentlicht keine korrigierte nationale Summe. Daraus lässt sich eine unvollständige Datenerfassung ableiten, nicht aber die Größe der Lücke oder ein Marktanteilsgewinn beziehungsweise -verlust eines bestimmten Betreibers.

Auch Zeitvergleiche benötigen Vorsicht. Ofcom erklärt, die aktuellen Werte für „Sonstige einschließlich FTTx“ an genauere Daten angepasst zu haben. An anderer Stelle der Reihe hält die Behörde fest, dass die Aufnahme von rund 20 Anbietern in das Erhebungsprogramm die Gesamt- und FTTx-Zahlen für das zweite Quartal 2024 mit früheren Zeiträumen unvergleichbar machte. Veränderungen können daher sowohl Netzwerkaktivität als auch eine andere Meldeabdeckung oder Methodik widerspiegeln. Der Hinweis für Q2 2026 ordnet keine konkrete Bewegung der jüngsten Anpassung zu; diese Ursache bleibt offen.

Investoren, Betreiber und politische Entscheider sollten die 29,474 Millionen in Modellen als „gemeldete Festnetz-Breitbandanschlüsse“ bezeichnen und den FTTx-Vorbehalt direkt danebenführen. Die Summe ist kein Nenner für die Vollglasfaserübernahme, und „Sonstige“ ist keine vollständige Zählung alternativer Kunden. Aussagekräftigere Vergleiche nennen die erfassten Anbieter und Technologien, markieren revidierte Zeiträume und trennen erschlossene Gebäude von tatsächlich verkauften Anschlüssen.

Als Nächstes ist zu beobachten, ob Ofcom die erfassten Anbieter benennt, eine getrennte FTTP/FTTH-Reihe veröffentlicht oder nach dem Austausch mit der Branche frühere Perioden revidiert. Bis dahin informiert der Bericht über den Markt, den Ofcom beobachtet, und benennt zugleich einen Teil, den die Erhebung nicht vollständig erfasst. Die fehlende Menge bleibt unbekannt.

Quellen