Summary
- IBM erzielte im dritten Quartal 2026 Softwareumsatz von 7,804 Milliarden Dollar, acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Automation sank um drei Prozent; Data stieg um 19 Prozent und Hybrid Cloud mit Red Hat um elf Prozent.
- Im zweiten Quartal hatte Automation noch vier Prozent zum Vorjahr gewonnen. Zwischen den beiden jährlichen Wachstumsraten liegen sieben Prozentpunkte; daraus folgt kein Umsatzrückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Eine Tabellenzeile mit Widerstand
Die Mitteilung vom 21. Oktober zeichnet ein großes Bild. Vorstandschef Arvind Krishna spricht von Kunden, die mit „Super Intelligence“ ganze Betriebsmodelle verändern. Darunter stehen die Verkäufe. Software insgesamt wächst um acht Prozent auf 7,804 Milliarden Dollar. Data legt um 19 Prozent zu, Hybrid Cloud um elf und Transaction Processing um neun Prozent. Automation fällt um drei Prozent. Die Tabelle hat offenbar keine Lust auf die Rede vom vollständigen Umbau.
Das ist keine Bilanz sämtlicher KI-Geschäfte. Ein Kunde kann Datenprodukte, Infrastruktur oder Beratung für ein neues Betriebsmodell erwerben. IBM ordnet die Erlöse aus solchen Projekten nicht nach Verwendungszweck zu. Man darf folglich nicht jedes KI-Geschäft in Automation hineindenken. Man darf den sichtbaren Rückgang dieser benannten Sparte aber auch nicht mit dem Wachstum des gesamten Softwaresegments zudecken.
Der Bericht zum zweiten Quartal macht die Bewegung klarer. Damals wuchs Automation um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr, währungsbereinigt um drei Prozent. Nun meldet IBM einen Rückgang um drei Prozent. Die Veränderung um sieben Punkte betrifft zwei Jahresvergleiche mit unterschiedlichen Vorjahresquartalen. Ein direkter Vergleich der absoluten Umsätze fehlt. Für das dritte Quartal veröffentlicht IBM in der hervorgehobenen Aufschlüsselung auch keine währungsbereinigte Automation-Rate.
Die Rechnung hinter dem Versprechen
IBMs Softwaregeschäft wächst tatsächlich, währungsbereinigt sogar um neun Prozent. Data erreicht auf dieser Basis 20 Prozent. Diese Erfolge gehören in jede Bewertung. Aus ihnen lässt sich jedoch nicht ablesen, wie viel Umsatz die als Automation ausgewiesenen Produkte mit dem versprochenen Wandel erwirtschafteten. Die zwei Mitteilungen liefern weder einen Dollarbetrag für diese Untergruppe noch eine vergleichbare Reihe für KI-bezogene Aufträge und Verlängerungen nach Produkt.
IBM entscheidet über Pakete, Kategorien, Preise und Offenlegung. Die Kunden entscheiden über Bestellungen und Vertragsverlängerungen. Eine Erholung der Automation-Sparte mit sichtbaren Aufträgen würde Erzählung und Rechnung zusammenführen. Bleibt das Wachstum bei Data und anderen Teilen, muss der Markt den tatsächlichen Softwaremix bewerten und darf dem Wort Automation keinen Umsatz vorschießen.
Sources
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