Zusammenfassung
- An den beiden APNIC-Academy-Workshops bei APNIC 62 nahmen zusammen 55 Menschen teil. Der Automatisierungskurs sollte aus Teilnehmenden auch Lehrende machen, die Übungen vor Ort wiederholen können.
- Teilnehmende nannten Vorhaben bei Bhutan Telecom und einen Wissensaustausch mit der MMNOG-Gemeinschaft in Myanmar. Ob der Plan trägt, lässt sich an späteren lokalen Kursen und überprüften Arbeitsabläufen erkennen.
Eine Konferenz endet pünktlich, ein Routerfehler hält sich selten daran. APNIC hat seinen Automatisierungskurs in Mumbai deshalb als Ausbildung für künftige Ausbilder beschrieben. Die zwei Academy-Workshops zu Sicherheit und Automatisierung brachten zusammen 55 Teilnehmende in die Räume. Eine eigene Zahl für den Automatisierungskurs nennt der Bericht nicht. Dessen Lehrplan macht jedoch klar, worauf APNIC zielt: Die Übungen sollen andernorts erneut stattfinden.
Im offiziellen Programm führen Dave Phelan und Makito Lay durch Inventare, Konfigurationsmanagement, YAML- und Jinja-Vorlagen, ereignisgesteuerte Abläufe und die Prüfung von Änderungen. Hinzu kommen Präsentation, Moderation und der Aufbau einer Laborumgebung für die nächste Lerngruppe. Die Folien zu verschicken ist der bequeme Teil. Wer die Geräte, Zugänge und absichtlich herbeigeführten Fehler für Kolleginnen und Kollegen vorbereitet, übernimmt die eigentliche Arbeit.
Zwei Stimmen aus dem Abschlussbericht zeigen, wohin das führen könnte. Ein Teilnehmer will manuelle Konfiguration und Überwachung bei Bhutan Telecom verringern und das Gelernte im Team weitergeben. Ein anderer verbindet den Kurs mit saubereren Änderungen bei MMIX und einer Weitergabe an die MMNOG-Gemeinschaft in Myanmar. Diese Ziele sind konkret genug, um später nach einer lokalen Schulung, einem gepflegten Geräteverzeichnis oder einem getesteten Konfigurationslauf zu suchen.
Schon die Ankündigung vom Juli sah vor, dass Absolventen die Laborumgebung in ihren eigenen Organisationen nachbauen. Erst vor Ort zeigt sich, wem die Übung gehört: Ein lokaler Betreiber wählt die Geräte, Rechte und Fehlerfälle, an denen eine Automatisierung bestehen muss. Das Konferenzbeispiel ist nur der Anfang; die Betriebsregeln werden zu Hause geschrieben.
Die 55 Teilnehmenden sind ein belegter Startwert. Die nächste Zahl steht in keinem Konferenzbericht: Wie viele Klassen werden tatsächlich eröffnet, und welche Arbeitsabläufe halten nach der ersten Übung noch stand?
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