Zusammenfassung

  • Gaurab Raj Upadhaya und Vijay K. Adhikari prüften 2005 die Annahme, dass ein gewöhnlicher AS-Pfad höchstens zwei Netze enthalten kann, die keinen Transit einkaufen.
  • Die erweiterte Arbeit mit Bill Woodcock zeigte 2006 Pfade mit drei oder mehr Kandidaten und weitere Auffälligkeiten. Aus dem Pfad allein lassen sich weder Verträge noch Absichten ablesen.

Der Pfad zu 65.215.36.0/24 hatte ein Sitzplatzproblem. Auf den Folien von APNIC 22 erscheinen mehrere große Kandidaten zusammen mit Cybersites. Nach dem Modell der Forscher treffen sich höchstens zwei transitfreie Netze in der Mitte eines normalen Pfades zum Peering. Taucht ein drittes auf, muss man nach Konfiguration, Geschäftsbeziehung oder einem Fehler im Modell fragen. Das BGP-Update kennt keine Ehrentitel.

Upadhaya und Adhikari hatten 2005 bei APNIC 20 zuerst Archive von Route-Views mit der Sicht eines Transitrouters in Tokio verglichen. Sie nahmen häufig auftretende AS aus beiden Ansichten und bildeten eine gemeinsame Kandidatenliste. Die Folien nennen die Schwäche offen: Es gibt keine einzige globale Routingtabelle; Inhalteanbieter sind im Material zu schwach vertreten. Die Daten konnten eine Behauptung an einem beobachteten Weg prüfen, aber keine vollständige Weltrangliste erzeugen.

AS4637, Reach, zeigte, wie teuer das Wort „global“ werden kann. Entfernte man dieses Netz aus der Liste, sanken die Ausnahmen in der breiteren Beobachtung deutlich. In der japanischen Ansicht allein ergab sich diese Ausnahme nicht. Die Autoren sprachen deshalb über regionale Spitzenpositionen und nannten Tier 1 einen sozioökonomischen Begriff. Der Vertrieb verkauft eine feste Stufe. Das Netz zeigt verschiedene Orte und Nachbarn.

In Kaohsiung im September 2006 sortierte das Team neben den Pfaden mit drei großen Kandidaten auch widersprüchliche Origin-AS, nicht zusammenhängende Wiederholungen sowie Lecks privater und nicht zugeteilter AS-Nummern. Sogenannte X-Beziehungen sahen aus, als kündigten zwei Netze gegenseitig Routen an. Bei AS9498 und AS9730 vermerkten die Folien ausdrücklich, dass beide Teile desselben Unternehmens waren. Eine merkwürdige Linie ist ein Anlass für eine Frage, noch kein Beweis für einen Transitvertrag.

Im Wortprotokoll zählt Upadhaya mehrere Messperspektiven auf und sagt, dass ihm noch ein Feed aus Südamerika fehlt. Philip Smith bietet eine mögliche Erklärung für einen Tiscali-Fall an; Upadhaya fragt nach der Exportlogik. Er bittet Betreiber aus dem asiatisch-pazifischen Raum um Rückmeldungen. Ein E-Mail-Warndienst und ein Webwerkzeug standen als Vorhaben auf der letzten Folie. Ihre Umsetzung ist dort nicht belegt.

Die Forschung entzog dem Rang seinen bequemen Freifahrtschein. Wer Transitfreiheit verkauft, kann zu einem bestimmten Präfix, Zeitpunkt und AS-Pfad befragt werden. Wer einen ungewöhnlichen Pfad meldet, muss dieselbe Genauigkeit liefern. Zwischen Werbespruch und Schuldzuweisung liegt die Arbeit am tatsächlichen Routing.