Zusammenfassung

  • Am 6. Oktober 2000 meldete Anu Garg 4.112 Stimmen für fünf und 4.049 für sieben Sendungen pro Woche. Ab der folgenden Woche galt der Werktagsrhythmus.
  • Die Archive dokumentieren die Umstellung und einen früheren Systemausfall. 2004 kündigte der Dienst RSS und dauerhafte Links zu einzelnen Wörtern an.

Die Abstimmung über das Wochenende gewann das Wochenende. Allerdings knapp. 4.112 Stimmen entfielen auf fünf Sendungen pro Woche, 4.049 auf sieben. Der Abstand betrug 63. Bei A.Word.A.Day hatte offenbar auch der Feierabend eine ernst zu nehmende Opposition.

Anu Garg veröffentlichte das Ergebnis am 6. Oktober 2000. Sein Wortschatz-Newsletter sollte ab der nächsten Woche an fünf Tagen erscheinen. Der Name durfte bleiben. Ein Wörterbuch kann schließlich auch bei seinen eigenen Versprechen etwas sprachliche Beweglichkeit gebrauchen.

Zwei Postfächer als Stimmzettel

Eine Woche zuvor hatte die Ankündigung vom 29. September das Verfahren erklärt. Wer eine Pause am Wochenende wollte, schrieb an die Adresse mit FIVE am Anfang. Anhänger der täglichen Zustellung wählten die Adresse mit SEVEN. Garg bat um eine Stimme pro Person und kündigte das Ergebnis für die folgende Woche an.

Die Rückmeldung benutzte damit denselben alltäglichen Weg wie die Veröffentlichung. Leser mussten eine E-Mail schicken, um die Zahl künftiger E-Mails mitzubestimmen. Die Frage war klein genug, um in zwei Postfächer zu passen, und groß genug, um ganz unterschiedliche Bedürfnisse sichtbar zu machen.

Bei den veröffentlichten Leserkommentaren ging es um Zeit zum Lernen und um Erholung für die Menschen bei Wordsmith. Auf der anderen Seite standen Leser, die ihre tägliche Portion behalten wollten. Eine Teilnehmerin benutzte den Eingang des Newsletters außerdem als Zeichen dafür, dass ihre E-Mail funktionierte. Zwischen Vokabelhilfe und kleinem Verbindungstest lag nur ein Blick in den Posteingang.

Ausfall und Pause hinterlassen ähnliche Lücken

Schon das Archiv vom März 1994 zeigt, wie viel Bedeutung in den Versanddaten steckt. Am 14. März beginnt es mit zephyr. Auch das erste Wochenende hat Einträge. Später im Monat erklärt eine Mitteilung, dass ein Systemausfall den Versand unterbrochen hatte.

Die technische Unterbrechung störte einen vorgesehenen Rhythmus. Die Abstimmung von 2000 änderte diesen Rhythmus ausdrücklich. Im Postfach konnten beide Fälle wie ausbleibende Nachrichten aussehen. Erst die Erklärung machte daraus entweder eine Störung oder eine vereinbarte Pause.

Die Umstellung lässt sich im Oktoberarchiv verfolgen. Am Samstag, dem 7., erschien noch abjure, am Sonntag, dem 8., actuate. Danach folgen die fünf Tage vom 9. bis 13. Oktober und anschließend Montag, der 16. Die letzte volle Versandwoche wurde also zu Ende gebracht. Die Daten zeigen, wie die Ankündigung im Betrieb ankam.

Ein einzelnes Wort wird verlinkbar

Zum zehnten Geburtstag kündigte Garg am 14. März 2004 RSS-Feeds sowie einen permanenten Link am Ende jeder täglichen Ausgabe an. Blogger sollten damit auf ein bestimmtes Wort verweisen können.

Der Newsletter brachte die Auswahl ins Postfach. Ein Link führte einen weiteren Leser gezielt zu einem bereits veröffentlichten Eintrag. RSS ergänzte einen anderen Bezugsweg. Auswahl und Aufbereitung blieben redaktionelle Arbeit, während der Zugang mehr als eine Tür bekam.

Die Wochenendpause regelte, wie oft neue Post die Aufmerksamkeit beanspruchte. Die dauerhafte Adresse machte eine frühere Lieferung leichter auffindbar und weitergebbar. Das ist ein angenehm handfestes Stück Internetgeschichte: Eine kleine Publikation konnte ihren Takt ändern und zugleich ihren vorhandenen Inhalt besser zugänglich machen. Das Wörterbuch legte die Füße hoch. Seine Wörter blieben auskunftsbereit.