Zusammenfassung

  • RFC 5925 ergänzt die 32-Bit-TCP-Nummer vor Berechnung oder Prüfung des TCP-AO-MAC um die lokalen Zustände SND.SNE und RCV.SNE.
  • Die Erweiterung wird nicht als Feld übertragen; der Empfänger leitet den höherwertigen Anteil aus dem Verlauf der Sequenznummer, dem Verbindungszustand und verspäteten Segmenten unmittelbar am Überlauf ab.

Eine Routing-Sitzung kann bestehen bleiben, bis der TCP-Sequenzzähler einmal vollständig umläuft. Ein neues Segment trägt dann denselben sichtbaren Wert wie ein weit zurückliegendes. Das TCP-Fenster ordnet ihn weiterhin in den aktuellen Datenstrom ein. Für die Authentisierung genügt das nicht: Zwei Zeitpunkte dürfen nicht allein wegen gleicher niederwertiger Bits denselben kryptografischen Eingang erzeugen.

RFC 5925 führt dafür eine 32-Bit Sequence Number Extension ein. SND.SNE und RCV.SNE beginnen mit null. Beim Senden fließen zuerst die vier SNE-Bytes, danach der IP-Pseudoheader und das TCP-Material in die MAC-Berechnung ein. Beim Empfang rekonstruiert die Gegenseite den oberen Teil vor der Prüfung. Zusammen entsteht für die Authentisierung ein nachgebildeter 64-Bit-Sequenzraum.

SNE wird absichtlich nicht übertragen. Ein zweiter Zähler auf dem Draht könnte vom TCP-Zustand abweichen. Der Sender kann intern 64 Bit führen und die obere Hälfte verwenden. Der Empfänger sieht nur die unteren 32 Bit und muss RCV.SNE aus der bisherigen Verbindung ableiten.

Die RFC beschreibt eine mögliche Umsetzung. Der Wechsel von der oberen in die untere Hälfte erhöht SNE. Trifft danach ein hoher Wert ein, kann es ein verspätetes Segment des alten Umlaufs sein, das erst nach neueren Segmenten ankommt und mit der vorherigen Erweiterung geprüft wird. Ein Flag verhindert eine zweite Erhöhung bis zur gegenüberliegenden Übergangsregion. Vorgeschrieben ist das Ergebnis, nicht diese eine interne Datenstruktur.

Die wiederholte sichtbare Nummer gehört damit zu einer neuen authentisierten Epoche. SNE ist weder Uhr noch globale Kennung. Sie gilt für eine Richtung einer Verbindung und lebt von deren lokal bewahrter Geschichte.

Quellen