Zusammenfassung

  • Rambus erwirtschaftete im dritten Quartal 102,5 Millionen US-Dollar operativen Cashflow und kaufte Aktien für 135,4 Millionen zurück.
  • Die Prognose für das vierte Quartal sieht höhere Produkterlöse und niedrigere Royalties als im Vorquartal vor.

Der Cashflow-Rekord von Rambus beantwortet die Frage nach der Kapitalverwendung gleich mit einer neuen: Das Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal 102,5 Millionen US-Dollar aus dem operativen Geschäft und zahlte 135,4 Millionen für eigene Aktien. Die Rückkäufe lagen damit 32,9 Millionen über dem Quartals-Cashflow aus dem Betrieb. Ende September beliefen sich Barmittel, Barmitteläquivalente und Wertpapiere auf 776,9 Millionen Dollar, 48 Millionen weniger als Ende Juni. Rambus führt den Rückgang vor allem auf Rückkäufe und Investitionen zurück; der operative Cashflow glich einen Teil davon aus.

Auch die Erlösmischung verändert sich. Produktumsätze erreichten im dritten Quartal 114,3 Millionen Dollar, ein Plus von 22 Prozent zum Vorjahr. Royalties stiegen von 65,1 auf 77 Millionen Dollar, also um 18 Prozent. Beide Posten wuchsen. Für das vierte Quartal weist die Prognose jedoch in verschiedene Richtungen: 127 bis 133 Millionen Dollar bei Produkten, 68 bis 74 Millionen bei Royalties.

Am Mittelpunkt der Spannen liegen die Produkterlöse 15,7 Millionen über dem dritten Quartal; die Royalties fallen um sechs Millionen. Insgesamt erwartet Rambus 227 bis 233 Millionen Dollar Umsatz nach 218,3 Millionen im Q3. Das erwartete Wachstum hängt stärker am Produktgeschäft, während die Lizenzumsätze nach einem kräftigen Quartal nachgeben sollen.

Die Bedingung steht in der Mitteilung: Für die Prognose müssen Kundenvereinbarungen über Produktverkäufe und Lösungenlizenzen unterzeichnet werden. Die Produktspanne ist also noch kein bereits verbuchter Auftragseingang. Rambus nennt weder den Zeitplan dieser Vereinbarungen noch eine Aufschlüsselung für den erwarteten Rückgang bei Royalties.

Der Rückkauf ist eine Entscheidung darüber, wohin der nächste Dollar fließt. Im Q3 überstieg er den operativen Cashflow; zugleich sank der Bestand aus Barmitteln und Wertpapieren. 776,9 Millionen Dollar blieben zum Quartalsende. Nun soll das Produktgeschäft mehr Wachstum liefern, während Royalties nachlassen. Der nächste Bericht zeigt, ob Verträge und Auslieferungen diesen Wechsel tragen.

Quellen