Zusammenfassung
- Seit dem 23. Oktober nimmt Ofcom Anträge für Satelliten-Gateways in 68 dicht besiedelten Gebieten an, die rund 6 % der britischen Landfläche umfassen. Der reguläre Weg deckt bis zu 8 GHz ab.
- Der Downlink bei 40,5–42,5 GHz gehört nicht zu dieser allgemeinen Stadtlizenz. Dafür braucht jeder Standort eine Local-Access-Lizenz, einmalig £950 und bei längerer Nutzung eine Vereinbarung mit dem bisherigen Lizenzinhaber.
Stadttor offen, eine Frequenz noch auf Gästeliste
Satelliten-Gateways können jetzt eine Lizenz für britische Städte beantragen. Für einen wichtigen Teil des Downlinks führt der Weg trotzdem über eine zweite Tür. Ofcom hat am 23. Oktober Anträge in 68 dicht besiedelten Gebieten freigeschaltet. Sie machen etwa 6 % der britischen Landfläche aus; die Standardlizenz bietet Zugang zu bis zu 8 GHz.
Die Frequenzen richten sich nach der Umlaufbahn. Ein geostationäres Gateway (GSO) sendet in 47,2–50,2 GHz und 50,4–52,4 GHz und empfängt in 37,5–40,5 GHz. Für ein nicht geostationäres Gateway (NGSO) gelten 47,2–50,2 GHz und 50,4–51,4 GHz im Uplink sowie dieselbe Empfangsbandbreite von 37,5–40,5 GHz. Das zusätzliche Gigahertz im GSO-Uplink gehört nicht zur NGSO-Lizenz. Für 39,5–40,5 GHz und 50,4–51,4 GHz kommt die Abstimmung mit dem britischen Verteidigungsministerium hinzu. Der Mindest-Elevationswinkel liegt bei 15° für GSO und 20° für NGSO.
Der separate Weg beginnt bei 40,5 GHz. Ofcom hat den Downlink von 40,5–42,5 GHz aus der allgemeinen Stadtlizenz herausgenommen: Dort teilen sich lizenzierte Dienste Frequenzen, und die Koexistenz in dicht bebauten Gebieten muss standortbezogen geklärt werden. Einzelne bestehende Zugangslizenzen in Teilen des Bereichs laufen bis zum 1. Juni 2028.
Local Access kostet einmalig £950. Eine befristete Lizenz kann bis zu drei Jahre gelten, wenn der Mobilfunklizenznehmer in diesem Zeitraum keine Nutzung plant. Für längeren Zugang muss sich der Gateway-Betreiber zunächst mit dem bestehenden Lizenzinhaber einigen; Ofcom erteilt anschließend eine standortbezogene Lizenz mit diesen Bedingungen. Jeder Fall wird einzeln geprüft. „Lokal“ meint hier tatsächlich Ort, Frequenz und konkrete Teilungsbedingungen.
Die Oktoberentscheidung ergänzt den zweiten Teil der Karte. Im März 2026 hatte Ofcom bis zu 10 GHz in dünn besiedelten Gebieten geöffnet, die rund 94 % der Landfläche ausmachen. Nun folgt ein regulärer Weg für die übrigen 6 % in den Städten. Dort ist das Frequenzbild bereits besetzt: Festfunkstrecken in 37–39,5 GHz koordiniert Ofcom nach dem Prinzip „wer zuerst kommt“. Der städtische Empfang liegt außerdem neben Mobilfunkdiensten in 40,5–43,5 GHz; die Lizenz schützt den Gateway-Empfänger nicht vor diesen Nachbarkanälen. NGSO-Lizenzen enthalten zusätzlich eine Nichtstörungsauflage.
Die Regeln sind veröffentlicht, die Betriebsspur noch nicht. Ofcom nennt weder die Zahl der städtischen Anträge und erteilten Lizenzen noch lokale Vereinbarungen oder bereits aktive Gateways. Ein Register nach Standort und Frequenz würde zeigen, ob aus der Lizenz ein laufender Gateway wird oder ein weiterer Vorgang in der Warteschlange.
Offizielle Quellen
- Ofcom: Erweiterter Spektrumzugang für Satelliten-Gateways
- Ofcom: Entscheidung vom 23. Oktober 2026 (PDF)
- Ofcom: Local-Access-Lizenzen
- Ofcom: Entscheidung vom März 2026 und ergänzende Konsultation (PDF)
- Ofcom: aktualisierte Gateway-Lizenzvorlagen, Anhang 2 (PDF)
- Ofcom: Leitfaden für Local-Access-Lizenzen (PDF)
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





