Zusammenfassung

  • Ende 2025 standen bei der ITU Verpflichtungen für Krankenversicherung nach dem Dienst von 378,8 Millionen Schweizer Franken. Zweckgebundene Anlagen betrugen 15 Millionen, rund vier Prozent der Verpflichtung.
  • Der ausgewiesene Betrag sank gegenüber 2024 vor allem wegen veränderter versicherungsmathematischer Annahmen. Der Bericht für Doha nennt mögliche Sparziele, über die noch kein Beschluss gefasst wurde.

Die Rechnung wird erst nach der Dienstzeit bezahlt, die Zusage entsteht vorher. Der Bericht des ITU-Generalsekretärs stellt die beiden Bestände nebeneinander: 378,8 Millionen Franken an künftigen Gesundheitsleistungen, 15 Millionen dafür reservierte Mittel. Vier Franken Deckung je hundert Franken Verpflichtung. Der große Betrag ist eine Schätzung über viele künftige Jahre; der kleine liegt bereits im vorgesehenen Topf.

Vor einem Jahr betrug die Schätzung noch 415,8 Millionen Franken. Der Rückgang um etwa 37 Millionen klingt nach Entlastung, beruht laut ITU jedoch hauptsächlich auf zwei Rechengrößen: Der angenommene Abzinsungssatz stieg von 1,40 auf 1,80 Prozent, der erwartete Anstieg der Behandlungskosten sank von 2,40 auf 2,20 Prozent. Der heutige Wert späterer Zahlungen fällt dadurch. Auf dem zweckgebundenen Konto landet deswegen kein zusätzlicher Franken. Mehr als 96 Prozent der Verpflichtung bleiben ungedeckt.

Etwas Geld fließt bereits. Der Rat hat pro Zweijahreshaushalt eine Million Franken für den Fonds vorgesehen. Seit dem 1. Januar 2026 gilt für neue Beschäftigte außerdem ein lohnbezogener Finanzierungsmechanismus in Höhe von 5,35 Prozent des Grundgehalts. Der Bericht hält das für einen Anfang ohne umfassenden Langfristplan. Er skizziert 25 Prozent Deckung in 15 Jahren, 50 Prozent in 30 und 75 Prozent in 45. Die Spannweite eines anderen Beispiels macht den Preis des Tempos sichtbar: 21 bis 23 Millionen Franken jährliche Beiträge bei fünf Jahren, fünf bis zehn Millionen bei dreißig Jahren. Das sind Szenarien, keine beschlossenen Beiträge.

Auch rund 7,2 Millionen in älteren Personalfonds sollen auf eine mögliche Umwidmung geprüft werden, soweit Recht und Aufsicht es zulassen. Damit wäre der große Abstand nicht verschwunden. Laut amtlichem Dokumentenregister sollen die Delegierten den Bericht bei der Finanzplanung 2028–2031 zur Kenntnis nehmen. Interessant wird, ob sie daraus ein Sparziel mit Datum und Einzahlungen machen.

Amtliche Quellen