Zusammenfassung

  • CEPT will große ITU-Konferenzen vier Jahre vor dem vorgesehenen Jahr zur Bewerbung ausschreiben und alle förmlichen Angebote sowie frühere Gastgeberverträge öffentlich zugänglich machen.
  • Bewertet würden unter anderem Visa, Sicherheit und ein offenes Netz am Veranstaltungsort und in offiziellen Hotels, das verschlüsselte Verbindungen einschließlich VPN erlaubt.

Ein Gastgeber kann einen prächtigen Saal anbieten. Die Delegierten müssen erst hineinkommen und dort arbeiten können. Addendum 18 zu Beitrag 75, im ITU-Register veröffentlicht, will daraus einen nachvollziehbaren Wettbewerb machen. Vier Jahre vor dem geplanten Veranstaltungsjahr müsste der Generalsekretär allen Mitgliedstaaten Anforderungen, Fristen und allgemeine Kostendaten schicken. Binnen sechs Monaten könnten Staaten Interesse anmelden. Ein öffentliches Portal soll Einladungen, Kriterien, sämtliche förmlichen Angebote und die unterschriebenen Verträge der vergangenen drei Konferenzen oder Versammlungen zeigen.

Resolution 5 aus dem Jahr 1994 sah Genf als üblichen Ort weltweiter Tagungen vor; der Gastgeber außerhalb Genfs sollte die Mehrkosten tragen. Resolution 144 verlangte Vertragsmuster mindestens zwei Jahre vor der Konferenz. Der neue Vorschlag rückt die Prüfung nach vorn. Alle förmlichen Angebote müssten binnen zwölf Tagen nach Bewerbungsschluss ins Netz. Das Sekretariat würde dem Rat seine Bewertung mindestens drei Jahre vor Beginn vorlegen und Genf als weitere Option berücksichtigen.

Die Prüfung betrifft konkrete Teilnahmebedingungen: die Übereinkunft von 1947 über Vorrechte, einen geeigneten Saal, erreichbare und bezahlbare Hotels, sichere Verkehrswege, erleichterte Visa, ärztliche Versorgung und persönliche Sicherheit. Das Netz vor Ort und in den offiziellen Hotels soll offen, zuverlässig und sicher sein. Delegierte und ITU-Mitarbeiter müssten Verschlüsselung und VPNs verwenden dürfen. Gemeinsame Angebote mehrerer Staaten wären möglich; regionale Rotation bliebe ein Leitgedanke für die Auswahl.

Bleibt die erste Runde leer, folgt drei Jahre vorher eine zweite Einladung. Meldet sich bis zwei Jahre vor der Veranstaltung niemand, findet sie in Genf statt. Zieht sich ein Gastgeber zurück, würden die Mitglieder binnen 14 Tagen informiert. Die Konferenz PP-26 muss die Änderung noch beschließen. Der Rat behält seine Wahl, aber die Bedingungen kämen vorher auf den Tisch.

Quellen