Zusammenfassung

  • iQSTEL meldet die erste Finanzierungstranche für den geplanten Kauf von 51 Prozent an Ultranet: bis zu 3 Millionen US-Dollar an besicherten Zweijahresnoten mit 18 Prozent Jahreszins sowie Pre-Funded Warrants für bis zu 420.000 Aktien.
  • Das Kapital wird in vier halbjährlichen Raten zu je 25 Prozent zurückgezahlt. Der Kauf soll Mitte des ersten Quartals 2027 abgeschlossen werden; die tatsächlich abgerufene Summe der ersten Tranche nennt iQSTEL nicht.

„Nicht wandelbar“ klingt nach einer abgeschlossenen Antwort auf die Aktienfrage. Dann kommen die Warrants ins Spiel. Laut Mitteilung vom 26. Oktober lassen sich die Schuldscheine für den Ultranet-Kauf nicht in Stammaktien umwandeln. Zum Finanzierungspaket gehören jedoch Pre-Funded Warrants zum Erwerb von bis zu 420.000 Stammaktien. Die Schuldscheine und Warrants sind verschiedene Instrumente; nur die Warrants eröffnen hier einen eigenen Weg zu zusätzlichen Aktien.

Der Zeitplan für das Fremdkapital ist konkret: zwei Jahre Laufzeit, 18 Prozent Jahreszins mit monatlicher Zahlung und vier halbjährliche Tilgungen von jeweils 25 Prozent des ursprünglichen Kapitals. iQSTEL sagt, die erste Tranche sei geschlossen. Wie viel davon tatsächlich abgerufen wurde, bleibt offen. Die Mitteilung nennt für die Noten einen Rahmen von bis zu 3 Millionen US-Dollar, keinen bestätigten Kreditstand.

Der Kauf hat noch mehrere Stationen vor sich. iQSTEL erwartet die Unterzeichnung des Aktienkaufvertrags im November und peilt den Abschluss für Mitte des ersten Quartals 2027 an, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen. Das verbindliche Memorandum vom Juni bezifferte den Kaufpreis für 51 Prozent an Ultranet auf 17,6 Millionen US-Dollar: 7 Millionen an anfänglichen Barzahlungen, davon 3 Millionen bei Unterzeichnung des endgültigen Vertrags, sowie bis zu 10,6 Millionen an späteren, ergebnisabhängigen Zahlungen. Die Obergrenze des neuen Kredits entspricht dieser ersten Zahlung.

Die Mitteilung sagt nicht, dass diese Zahlung bereits vollständig finanziert ist.

Damit entstehen zwei getrennte Zahlungsansprüche. Die Zinsen belasten jeden Monat die Kasse, die Tilgung kommt halbjährlich. Die Warrants können bei Ausübung zusätzlich die Zahl der Aktien erhöhen. iQSTEL veröffentlicht die Obergrenze für die Warrants, aber weder den tatsächlichen Abruf der ersten Kredittranche noch den Zinsbeginn, den Ausübungspreis oder sämtliche Warrant-Bedingungen.

Das Geschäft, das den Schuldendienst tragen soll, gehört noch nicht zum Konzern. iQSTEL zufolge erzielte Ultranet 2025 einen operativen Cashflow von 5,5 Millionen US-Dollar. Nach der Übernahme soll der Cashflow die Tilgung finanzieren. Die Mitteilung erklärt zugleich, dass die historische Kennzahl Eigentümerentnahmen ausklammert, die nach dem Kauf voraussichtlich entfallen. Das ist eine Annahme der Unternehmensführung. Einen Cashflow-Plan nach dem Abschluss, der Zinsen, Tilgung, Betriebskapital und Integrationskosten zusammenführt, legt die Mitteilung nicht vor.

Die veröffentlichten Ultranet-Zahlen für 2025 gelten für das gesamte Unternehmen: 130,9 Millionen US-Dollar Umsatz, 5 Millionen EBITDA und 4,6 Millionen Nettogewinn. iQSTEL will 51 Prozent erwerben. Diese Werte beschreiben das Vorjahr des Zielunternehmens; sie zeigen nicht, wie viel Geld für genau diesen Kredit verfügbar sein wird. Die von iQSTEL erwarteten rund 9 Millionen US-Dollar annualisiertes bereinigtes EBITDA sind ebenfalls eine Prognose.

Der angekündigte nächste 8-K-Bericht sollte den tatsächlichen Abruf, den Zinsbeginn, Ausübungspreis und Sicherheiten nennen und die Termine mit Kaufvertrag und Abschluss abgleichen. Der Preis des Geldes steht bereits fest: 18 Prozent. Wie viel davon tatsächlich aufgenommen wurde, bleibt unbeantwortet. iQSTEL-Mitteilung vom 26. Oktober; iQSTEL-Formular 8-K zum Ultranet-Memorandum vom 3. Juni.

iQSTEL-Verzeichnis der SEC-Einreichungen 2026.