Zusammenfassung

  • ICANN beauftragte JAS Global Advisors am 26. Oktober mit der Verfahrenskontrolle für die neue gTLD-Runde 2026, einschließlich der Community Priority Evaluation.
  • JAS darf Abweichungen aufdecken und Verbesserungen empfehlen; ICANN und die zuständigen Gremien entscheiden über deren Umsetzung.

Zwei Anträge, dieselbe Regel, zwei Lesarten: Der Streit um eine neue Domain kann am Schreibtisch der Gutachter beginnen. ICANN hat JAS Global Advisors mit der Kontrolle genau dieser Arbeit beauftragt. Das Unternehmen soll die Verfahren bei String-, Antragsteller- und Antragsbewertung sowie der Community Priority Evaluation prüfen. Seine Zuständigkeit reicht quer durch mehrere Prüfstrecken. Die Entscheidung über einen Antrag trifft weiterhin die jeweilige Bewertungsseite.

JAS kennt die Aufgabe aus der Runde von 2012. Die Ausschreibung vom Januar beschreibt, worauf der neue Auftrag zielt. Ähnliche Anträge sollen über Personen und Zeit hinweg ähnlich behandelt werden. Ergebnisse müssen zum Applicant Guidebook passen. Die tatsächliche Prüfung muss den dokumentierten Schritten folgen. Konsistenz, Richtigkeit und Verfahrenstreue sind getrennte Messgrößen; ein gemeinsames Handbuch allein beseitigt abweichende Gewohnheiten verschiedener Teams nicht.

Die Machtgrenze steht in ICANNs Mitteilung vom Oktober. JAS untersucht Abläufe und empfiehlt Änderungen an ICANN; die zuständigen Panels und Prüfer erwägen deren Umsetzung. ICANN-Mitarbeiter und beauftragte Dienstleister führen die Bewertungen durch. Ein Bewerber kann deshalb nach der angewandten Methode fragen und nach der Behandlung eines vergleichbaren Falls. Der Name des Kontrolleurs beantwortet keine dieser Fragen.

Die Ausschreibung rechnet mit Bewertungen über fünf oder mehr Jahre, schwankenden Mengen und wechselndem Personal. Probleme sollen bei Entdeckung gemeldet, zusammen mit ICANN nach Schwere eingeordnet und später in einem Abschlussbericht erfasst werden. Als das Dokument im Januar erschien, war die Zahl der Anträge unbekannt. Es beschreibt die Aufsicht, keinen nachgewiesenen Fehler in einem bestimmten Verfahren.

Quellen