Zusammenfassung
- LAC-2022-4 nennt Hernán Moguilevsky als einen von sechs Autoren. Die seit Dezember 2022 umgesetzte Regel verlangt für Kandidaten zum PDP-Kovorsitz zwölf Monate auf der öffentlichen Policy-Liste vor der Wahlausschreibung, für Wähler sechs.
- Die Wahlbekanntmachung 2026 legte den Stichtag auf den 17. September 2025, 18 Uhr UTC. Am offenen Policy-Forum durfte weiterhin jeder teilnehmen; für den Stimmzettel galt ein älteres Eintrittsdatum.
Die Tür zum Policy-Forum steht offen. Wer gerade erst dazugekommen ist, kann dort über Adresspolitik streiten. Der Wahlzettel für den Vorsitz ist anspruchsvoller: Er fragt nach dem Tag, an dem der Name auf LACNICs öffentlicher Policy-Liste erschien. Hernán Moguilevsky und fünf Mitautoren haben diese Trennlinie 2022 festgeschrieben.
Vorher durfte wählen, wer auf der Liste stand. Nun muss die Anmeldung mindestens sechs Monate vor der Wahlausschreibung liegen. Wer den PDP mitmoderieren möchte, braucht zwölf Monate und zusätzlich den Bezug zu einem LACNIC-Mitglied: als Kontaktperson oder als deren nominierter Kandidat. Das längere Erfordernis für Bewerber soll einen öffentlich sichtbaren Vorlauf für die Person schaffen, die später einen umstrittenen Konsens beurteilt. Ein kurzfristig angeworbener Abonnent erhält keine sofortige Stimme.
Auch der letzte Akt der Wahl wurde verlegt. Früher legte man das elektronische Ergebnis dem Forum zur Bestätigung vor und hörte dort mögliche Einwände. Die neue Regel beendet die Wahl vor dem ersten Forum des Jahres, verkündet den Gewinner dort und lässt die Amtszeit nach dessen Schluss beginnen. Beschwerden zum Wahlverfahren gehen an den LACNIC-Vorstand. Er soll binnen vier Wochen entscheiden und eine Verlängerung auf der Policy-Liste begründen. Der Saal kann weiter hitzig über Regeln diskutieren; als letzte Instanz für die Wahl fungiert er nicht mehr.
Weitere Sätze halten Rollen auseinander. Mitglieder des Vorstands und des Wahlausschusses sowie LACNIC-Beschäftigte dürfen nicht für den Vorsitz kandidieren. Andere Unvereinbarkeiten entscheidet der Wahlausschuss. Wahlkampf auf der Policy-Liste ist verboten. Die beiden Vorsitzenden arbeiten ehrenamtlich, jeweils zwei Jahre; jedes Jahr wird ein Sitz neu besetzt. Scheitert eine Wahl oder tritt jemand zurück, darf der Vorstand bis zur nächsten Wahl eine Übergangsperson ernennen.
Der Policy-Datensatz datiert die Ratifizierung auf den 4. Dezember 2022 und die Umsetzung auf den 19. Dezember. Im geltenden PDP-Text stehen beide Fristen noch. Die Wahlbekanntmachung 2026 übersetzte die Sechsmonatsregel in einen überprüfbaren Zeitpunkt: Eingetragen bis 17. September 2025, 18 Uhr UTC, oder nicht wahlberechtigt. Beschäftigte waren vom Votum ausgeschlossen; die anonyme elektronische Abstimmung sollte am 13. April 2026 beginnen.
Eine Zahl der durch diesen Stichtag Ausgeschlossenen liefern diese Unterlagen nicht. Dafür bräuchte es eine datierte Aufstellung zulässiger und abgewiesener Abonnenten samt Beschwerden. Die Konstruktion lässt sich trotzdem erkennen: mitreden sofort, mitwählen nach einem halben Jahr, den Vorsitz übernehmen frühestens nach einem Jahr. Moguilevsky hat mitgeholfen, Zeit zum Wahlkriterium zu machen.
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