Zusammenfassung

  • ICANN hat am 21. Oktober endgültig beschlossen, .helsinki nach dem Ausscheiden von City of Helsinki keinem Nachfolgebetreiber zu übergeben.
  • Die Stadt kündigte im Mai. Im 30-tägigen Beteiligungsfenster ging keine Stellungnahme ein; der Registervertrag soll spätestens am 24. November enden.

Auch eine Stadt kann den eigenen Punkt im Internet wieder einpacken. City of Helsinki teilte ICANN am 28. Mai mit, dass sie den im Februar 2015 geschlossenen Registervertrag für .helsinki beenden will. Die Vertragsklausel erlaubt dem Betreiber den Ausstieg mit 180 Tagen Vorlauf. Über den Ausstieg entschied die Stadt; über einen möglichen neuen Betreiber musste ICANN befinden.

Die endgültige Entscheidung vom 21. Oktober fällt gegen die Übergabe an einen Nachfolger aus. ICANN hatte die Stadt konsultiert. Als Gründe nennt die Organisation in ihrer vorläufigen Entscheidung vom August die wirksame Befreiung von den Verhaltensregeln für .helsinki und die Einschätzung, dass ein Betreiberwechsel zum Schutz des öffentlichen Interesses nicht nötig ist.

Bis zum 18. September konnten Betroffene auf diese Einschätzung reagieren. Laut endgültigem Schreiben ging während der 30 Tage kein Kommentar ein. ICANN will den Vertrag spätestens am 24. November beenden. Damit stehen Entscheidung und vertraglicher Zeitplan fest, bevor der technische Rückbau abgeschlossen ist.

Auf ICANNs Übersicht zu Registerkündigungen folgen weitere Umsetzungsschritte als eigene Statusstufen, darunter der Entzug der Delegierung in der Root-Zone bei einer Endung ohne Nachfolger. Die Zeile für .helsinki trägt noch die Markierung „Comment Period“ und verlinkt bereits die endgültige Entscheidung. Das unterschriebene Dokument ist der Tabelle voraus.