Summary

  • HM Treasury hat seit 2021 insgesamt 1,15 Milliarden Pfund für gemeinsame Verwaltungsdienste zugesagt. Das National Audit Office erfasst seit 2020 angefallene Kosten von 459 Millionen Pfund und erwartete Netto-Vorteile von einer Milliarde Pfund über die Laufzeit. Zusage, Kosten und Prognose sind verschiedene Größen.
  • Cabinet Office plant bis 2028 fünf Cloud-Dienstleistungszentren. Dem Rechnungshof zufolge fehlt in der Zentrale eine Person mit klaren Mitteln, den Anschluss der Ministerien zu sichern; auch eine starke technische Führung für einheitliche ERP-Konfigurationen fehlt.
  • Das zentrale Bewerbermanagement wurde im Oktober 2025 neu zugeschnitten, weil mehrere Gruppen lieber die Funktionen ihrer eigenen ERPs nutzen wollten. Cabinet Office schätzt die Kosten der Neuausrichtung auf 26 bis 38 Millionen Pfund.

Ein Ministerium steigt nicht in eine Grafik um

Auf der Regierungsfolie führt ein Pfeil vom alten Gehaltssystem zum gemeinsamen Dienst. In der Behörde hängen an diesem Pfeil Verträge, Personalakten, Abrechnungsfristen und Verantwortliche für jede fehlerhafte Zahlung. Der Bericht des National Audit Office vom März 2026 prüft, ob die britische Shared-Services-Strategie diese Hindernisse beherrscht. Seit der Neuordnung von 2021 sollen Defence, Matrix, Overseas, Synergy und Unity bis 2028 fünf Cloud-Zentren für Personal, Finanzen, Beschaffung und Gehälter betreiben.

HM Treasury hat seit 2021 1,15 Milliarden Pfund dafür zugesagt. Seit 2020 sind Kosten von 459 Millionen Pfund angefallen; der Plan erwartet eine Milliarde Pfund Netto-Vorteile über seine gesamte Lebensdauer. Die erste Zahl bezeichnet die Finanzierungszusage, die zweite bisherige Ausgaben, die dritte einen künftigen Nutzen. Keine davon beantwortet die Frage, wer ein Ministerium mit funktionierendem ERP zu einem Umstieg verpflichtet und dessen lokale Kosten trägt.

Sechzehn Ministerien beabsichtigen den Anschluss. Hundert nachgeordnete öffentliche Einrichtungen hatten eine Zusage, Mittel und einen Zeitplan; viele weitere stehen noch außerhalb der aktuellen Pläne. Cabinet Office betrachtet den Anschluss der Ressorts als verpflichtend. Der Rechnungshof fand dennoch keinen zentralen Eigentümer mit klaren Hebeln, um die Zusagen einzuholen. HM Treasury und das Department for Education gehören beide zur Gruppe Matrix und verfügen bereits über moderne ERPs. Vor einer Entscheidung über Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit verlangen sie genauere Kostenangaben.

Die Regierung kann Verbindlichkeit erklären; die Rechnung eines Ressorts entsteht an anderer Stelle.

Das Gremium kann fragen. Wer kann entscheiden?

Im Herbst 2025 richtete Cabinet Office eine Service and Technical Design Authority und darüber ein Shared Services Board ein. Ein zentrales Dashboard erhält monatliche Meldungen über Fortschritt und Abhängigkeiten. Das Portfolio-Team kann pünktliche, korrekte Meldungen aber nicht durchsetzen. Andere Gremien, deren Entscheidungen die Strategie beeinflussen, besitzen dafür kein klares Mandat. Ein Lagebild aus freiwillig gelieferten Daten ist ein schwacher Ersatz für Entscheidungsgewalt.

Die Unterschiede sitzen bereits in den Systemen. Der Finanzbereich hat einen gemeinsamen Kontenplan eingeführt und ist bei Standards weiter. Der kommerzielle Bereich entschied sich gegen die Umsetzung seines Funktionsstandards; Personal beteiligte sich an dessen Entwicklung, arbeitete aber nicht an der Einführung. Die Gruppen haben unterschiedliche ERP-Module und teilweise umgesetzte Prozesse. Laut Originalbericht können zusätzliche Schnittstellen und Verfahren nötig werden, um Daten zwischen den fünf Zentren zusammenzuführen. Die erhoffte Vereinfachung kauft sich damit neue Übersetzungsarbeit.

Beim Bewerbermanagement wurde aus dem Streit schon ein Programmwechsel. Mindestens 25 weitere zentrale Digitalvorhaben berühren Shared Services; sieben wirken sich mittel oder stark aus. Eine zentrale Bewerberplattform sollte das bisherige Verfahren ersetzen. Mehrere Gruppen bevorzugten jedoch die Bewerberfunktion ihrer eigenen ERPs. Cabinet Office setzte das Vorhaben im Oktober 2025 zurück: Zentral blieben Stellenportal und Prüfungen vor Einstellung, die Bewerberverfolgung sollte jede Gruppe selbst bereitstellen. Die Neuausrichtung kostet nach Schätzung 26 bis 38 Millionen Pfund.

Overseas hat die benötigte Funktion nicht im ERP und laut Rechnungshof weder Mittel noch Kapazität, sie selbst zu entwickeln. Die Entscheidung für lokale Freiheit hat einen konkreten Empfänger der Folgekosten.

Der Rechnungshof verlangt eine Verantwortlichkeit auf Generaldirektor-Ebene oder höher für Anschluss und Abhängigkeiten, Pläne für nachgeordnete Einrichtungen in allen fünf Gruppen bis Ende 2026 und eine stärkere technische Designinstanz. Die nächste aussagekräftige Akte wäre eine verbindliche Anschlusszusage mit Kosten und Termin oder eine dokumentierte Entscheidung, die ein bequemes lokales Modul zugunsten einer gemeinsamen Datendefinition ändert. Die fünf Zentren stehen im Budget. Ihre Verbindung braucht einen Entscheider.

Sources