Zusammenfassung
- Die Geotags waren für Feldaufnahmen gedacht. Ein Nutzer fand im Kartenfenster eine Wellenform, musste zum Anhören aber die vollständige Detailseite öffnen.
- Administrator Bram lehnte ein zusätzliches Datumsfeld ab und verwies auf Upload-Zeitpunkt, Dateikopf, Tags und Beschreibung.
Noch ein Feld im Formular: Für gsh war es eine Möglichkeit, Klangumgebungen über die Zeit zu verfolgen. Für Bram war es zunächst einmal noch ein Feld im Formular. An dieser unscheinbaren Differenz entzündete sich ein Teil der frühen Geotagging-Debatte von Freesound.
Der Thread wurde am 2. August 2005 eröffnet. Die erhaltene Ankündigung, deren erster Beitrag als später bearbeitet gekennzeichnet ist, beschreibt das Eintragen von Breiten- und Längengraden. Aufnahmen konnten damit auf einer Karte der Website oder in Google Earth erscheinen. Die Bitte an die Beteiligten: ausschließlich Feldaufnahmen markieren.
Freesound war noch jung. Die offizielle Rückschau von Universitat Pompeu Fabra nennt den 8. April 2005 als Startdatum und verortet das Projekt in der Musiktechnologieforschung der Universität. Wer einen Klang hochlud, ergänzte Titel, Tags und Beschreibung. Die Karte machte daraus zusätzlich eine Suche nach Orten.
Die Wellenform schwieg
dobroide sah die Symbole in Google Earth. Ein Klick brachte eine Wellenform und Informationen zum Vorschein. Einen Wiedergabeknopf fand der Nutzer allerdings nicht.
Bram, im Thread als Administrator ausgewiesen, erklärte den Umweg: Die Informationsfenster von Google Earth ließen in jener Umgebung kein Flash zu. Zum Anhören müsse man die vollständigen Details öffnen. Die Karte brachte den Besucher bis zur Beschreibung; für den Ton ging es weiter.
Auch das Setzen eines Punktes war erklärungsbedürftig. fernando fragte, wie sich eine eigene Aufnahme markieren lasse. Moderator Anton verwies auf den Geotag-Link nahe dem unteren Rand der Sample-Seite, nachdem die Beschreibung ausgefüllt war. Er wiederholte die Beschränkung auf Feldaufnahmen.
Jeder Eintrag erforderte damit jemanden, der den Aufnahmeort kannte und die zusätzliche Angabe machte. Die Karte zeigte das Ergebnis dieser Arbeit.
Welches Datum hätten Sie gern?
In späteren Antworten schlug gsh vor, Datum und Uhrzeit der Aufnahme zu erfassen. Damit ließen sich seiner Vorstellung nach Veränderungen von Klangumgebungen verfolgen. Anton begrüßte die Zeitangabe, sah bei Vergleichen aber Probleme durch unterschiedliche Mikrofonempfindlichkeit und Verstärkung. Er plädierte für ein bekanntes Referenzsignal.
gsh hielt enger gefasste Anwendungen für möglich, etwa das Erkennen von Arten oder Vergleiche mit demselben Mikrofon. Die beabsichtigte Nutzung bestimmte, wie viel über eine Aufnahme bekannt sein musste.
Bram lehnte das zusätzliche Feld für das Aufnahmedatum ab. Es würde die Beschreibungen um eine weitere Eingabe erweitern. Als Alternativen nannte er das vorhandene Upload-Datum, mögliche Datumsangaben im Dateikopf sowie Tags und ergänzenden Text.
Diese Angaben begleiteten verschiedene Ereignisse. Der Upload war die Ankunft beim Dienst. Die Aufnahme fand zu einem anderen Zeitpunkt statt. Im Dateikopf konnte ein Aufnahme- oder ein späteres Bearbeitungsdatum stehen. Was genau gemeint war, ließ sich durch eine Beschreibung klären.
Die Entscheidung in diesem Austausch hielt das Formular kürzer. Wer den Zeitpunkt mitteilen wollte, hatte andere Stellen dafür. Der Klang bekam einen festen Platz auf der Karte; sein Datum musste sich zwischen Dateiinformationen und Worten zurechtfinden.
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





