Zusammenfassung
- SeaMonkey behielt den Fishcam-Shortcut und änderte das Ziel auf Lou Montullis neue Seite fishcam.com. Die Reparatur wurde für SeaMonkey 2.0a3 übernommen.
- Die Browsergruppe kümmerte sich um den Verweis, Montulli um Kamera und Aquarium. Ein Wartungseintrag vom Mai 2009 meldete die Umsiedlung von vier territorialen Fischen.
Eine Freigabe für die Fische
Auch ein Aquarium musste durch die Prüfung. Der Patch für die neue Fishcam-Adresse erhielt Review, Super-Review und Freigabe; Mozilla-Ticket 454847 endete als behoben, mit SeaMonkey 2.0a3 als Meilenstein. Die Fische durften gewissermaßen mit ins nächste Entwicklungsstadium schwimmen.
Zuvor hatte die Funktion schlechtere Aussichten. Laut Ausgangsmeldung führte Ctrl-Alt-F zu netscape.aol.com. Wer eine Unterwasserpause erwartete, war falsch abgebogen. In der Diskussion standen Abschaffung, Informationen über Salzkrebschen und ein anderes Aquarium zur Wahl. Ein Teilnehmer nannte immerhin eine weitere Kameraadresse, die noch funktionierte. Es gab also Anlass, den kaputten Weg genauer zu untersuchen.
Ein Entfernungspatch lag bereits vor. Lou Montullis neues fishcam.com machte ihn hinfällig. Robert Kaiser änderte den Verweis für SeaMonkey und hielt die kleine Tradition am Leben.
Das große Möbel hinter dem kleinen Extra
Montulli datiert den Anfang in seiner Projektgeschichte auf den Spätsommer 1994 bei Netscape. Die Kamera verband sein Aquarienhobby mit Versuchen an Browserfunktionen. Ein SGI Indy mit Indycam benötigte anfangs beinahe zwanzig Sekunden CPU-Zeit, um ein Bild aufzunehmen, Einblendungen hinzuzufügen und es bereitzustellen. Aktualisiert wurde einmal pro Minute. Die Beschaulichkeit auf dem Bildschirm wurde durchaus erarbeitet.
Dieselbe Geschichte vermerkt die Abschaltung 2008 und die Rückkehr Anfang 2009 mit einem neuen 600-Gallonen-Becken bei Zetta. Für ein Browser-Extra war das eine stattliche Stellfläche.
In seinem Beitrag vom 21. Februar 2009 beschreibt Kaiser den Wiederanschluss aus Entwicklersicht. Er hatte mit Montulli E-Mails ausgetauscht und in der Vorwoche das Ziel in den nächtlichen Builds des Hauptentwicklungszweigs geändert. Am Abend vor seinem Text brachte eine neue Kamera außerdem bessere Bilder. Auf beiden Seiten des Links war etwas geschehen.
Ein bisschen Sichtbarkeit, bitte
Die am Folgetag veröffentlichten SeaMonkey-Besprechungsnotizen vom 24. Februar hielten die Übernahme der Reparatur für 2.0a3 fest. Sie enthielten auch einen Auftrag an Kaiser: Auf der Fishcam-Seite sollte ein SeaMonkey-Button erbeten werden, gegebenenfalls als Ersatz für den Firefox-Button. Wer die Zuschauer ans Aquarium brachte, wollte dort gern erkennbar sein. Die Notiz dokumentiert den Wunsch; über die spätere Anordnung der Buttons gibt sie keine Auskunft.
Im Ticket schlug jemand zudem ein Videoelement vor. Die Antwort verwies an Montulli als Betreiber von Kamera und Becken. Damit war der nächste Ansprechpartner klar. Die Browsergruppe konnte die Navigation ändern. Für ein anderes Bilderangebot musste der Anbieter der Bilder mitarbeiten.
Diese Arbeit bekam im Frühjahr eine ausgesprochen lebendige Form. Ein Wartungseintrag vom 22. Mai 2009 meldete, dass die Dekoration vorübergehend entfernt worden sei. Vier als bannerfish bezeichnete Fische waren ebenfalls umgezogen: Sie hatten Reviere beansprucht und neue Fische angegriffen. Für die Dekoration war die Rückkehr am 26. Mai vorgesehen.
Nach der Adressfrage kam also die Wohnungsfrage. Die Fische hatten ihre eigene Vorstellung davon, wer im Bild Platz haben sollte.
Fishcam bestand fort, weil die verschiedenen Beteiligten weiterarbeiteten. Ein vertrautes Tastenkürzel führte zu einer gepflegten Seite; die Seite zeigte eine Kamera; vor der Kamera musste jemand ein Aquarium in Ordnung halten. Der harmlose Zeitvertreib am Bildschirm bündelte mehrere Berufe, ohne sie dem Zuschauer aufzudrängen.
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