Summary

  • Das GAO berichtet im Oktober, dass das FBI bei der Erkennung möglicher Informationsbeschaffung für ausländische Stellen auf Hinweise aus Hochschulen und Unternehmen angewiesen ist. Alle vier befragten Hochschulverbände sahen Verbesserungsbedarf bei der Ansprache; zwei schilderten regionale Unterschiede.
  • Das zentrale Academia-Programm endete 2023. In allen 56 FBI-Außenstellen gibt es weiterhin Ansprechpartner für Hochschulen, doch ein Plan zur Stärkung dieser Beziehungen fehlte. Das FBI stimmte der GAO-Empfehlung zu; sie ist weiter offen.

Ein lokaler Kontakt ist noch kein verlässlicher Weg

Eine Universität, die ein Problem beim Schutz sensibler Forschung erkennt, muss entscheiden, wen sie anruft und welche Angaben sie machen kann. Sie muss auch wissen, ob und in welcher Form eine Rückmeldung kommt. Genau von solchen Hinweisen hängt das FBI nach eigener Aussage ab. Der vollständige Prüfbericht zeigt, dass der Weg zur Behörde je nach Hochschule unterschiedlich belastbar ist.

Das FBI unterhält nationale Kontakte zu sieben Hochschulverbänden und hat in jeder seiner 56 Außenstellen Hochschulkoordinatoren. Nach dem Ende des zentralen Academia-Programms im Jahr 2023, das auf Änderungen interner Vorgaben folgte, tragen örtliche Führungskräfte die Verantwortung für den Kontakt zu Hochschulen. Bei einer Konferenz im Februar 2026 räumten FBI-Vertreter öffentlich ein, dass diese Beziehungen gestärkt werden müssen. Einen Plan dafür identifizierte die Behörde gegenüber dem GAO nicht.

Ein Beispiel erklärt die Folgen besser als die Zahl der Koordinatoren: Nach Aussage eines Verbands sprechen manche FBI-Mitarbeiter Forschende direkt an, statt über die zentrale Forschungssicherheitsstelle der Universität zu gehen. Die Hochschule muss dann ein sensibles Problem bearbeiten, dessen Eingang sie nicht steuern konnte. Alle vier befragten Verbände wünschten bessere Kommunikation, zwei beschrieben Unterschiede zwischen Regionen. Diese gezielt ausgewählten Gespräche sind keine landesweite Hochschulstatistik. Sie belegen aber einen konkreten Bruch im Kommunikationsweg.

Das FBI beschreibt nichttraditionelle Informationssammler anhand einer Tätigkeit für eine ausländische Stelle. Allein Student oder Forscher zu sein erfüllt diese Beschreibung nicht. Nach Darstellung der Beamten kann eine Handlung bis zur Weitergabe von Informationen rechtmäßig sein. Hochschulvertreter bemängelten zudem, dass als geheim eingestufte Hinweise kaum als anschauliche Warnung an Universitäten weitergegeben werden können. Die Behörde braucht frühe Meldungen und gibt den Einrichtungen zugleich oft nur ein unvollständiges Bild der Gefahr.

Das GAO empfahl einen Plan für die Zusammenarbeit, das FBI sagte zu. Die Empfehlung ist noch offen. Entscheidend wird ein datierter, umsetzbarer Plan sein, nicht eine weitere Liste gehaltener Vorträge.