Zusammenfassung

  • Fassung 20 des RATS-Entwurfs ergänzt ein Beispiel für den Abruf von Bestätigungen und Referenzwerten. Die unveränderte GET-URL wird zum impliziten Handle und kann als Cache-Schlüssel dienen.
  • Der Anbieter signiert das Ergebnis zusammen mit der Abfrage und einem Ablaufzeitpunkt. Der Verifier bewertet diese Daten und die frischen Gerätebelege nach seiner eigenen Regel.

Die Adresse hält länger als der Inhalt

Ein Gerät liefert Evidence über seinen Zustand. Für diese Belege braucht der Verifier einen verständlichen Frischehinweis. Bestätigungen und Referenzwerte eines anderen Anbieters können dagegen vielen Prüfungen dienen, bis sie sich ändern. Die RATS-Architektur gibt Gerät, Anbieter, Verifier und der später entscheidenden Partei bewusst getrennte Aufgaben. Wer dieselbe Referenz mehrfach abruft, hat damit keine mehrfach bestätigte Gegenwart des Geräts.

Der am 28. Oktober aktualisierte Arbeitsgruppenentwurf strebt einen Proposed Standard an, ist aber weiterhin ein Internet-Draft. Der neue Anhang B illustriert einen Ablauf; er meldet weder eine Installation noch schafft er allein eine zusätzliche Pflicht für Betreiber. Sein Ausgangspunkt ist ein einfacher Konflikt: Eine einmalige Kennung in jeder Abfrage macht auch gleiche Fragen für den Cache verschieden.

CoSERV hält Zeitstempel und andere veränderliche Felder aus der Abfrage heraus. Dieselben Umgebungskennungen und dieselbe Auswahl von Aussagen ergeben dieselbe kodierte Bytefolge und denselben URL-Pfad. HTTP kann ihn als Cache-Schlüssel verwenden. Ein Lieferant muss ein selten geändertes Referenzdokument nicht für jede Geräteprüfung neu ausgeben.

Anhang B lässt die URL noch eine zweite Rolle übernehmen. attEnvIDs und claimSelection bilden die umgebungsbezogene Abfrage; die GET-URL ist im Beispiel das implizite Handle am Beginn einer Epoche. Der Anbieter signiert Bestätigungen und Referenzwerte zusammen mit der Abfrage und einem Ablaufzeitpunkt. Dort endet der nutzbare Zeitraum dieser Antwort. Der Text setzt für diese Zeitgrenze eine verlässliche Uhr voraus und nennt eine Epoch Bell als Beispiel. Der Pfad zeigt auf das Fach. Signatur und Frist beschreiben die tatsächlich ausgehändigte Akte.

Das CoSERV-Dokument verlangt für jeden Ergebnissatz eine Frist. Danach darf ihn der Verbraucher nicht mehr als gültig behandeln. Auch die HTTP-Cache-Frische darf nicht über diese Frist reichen. Bei nicht vertrauenswürdigen Zwischenstationen bindet eine Signatur das Ergebnis an die Anfrage. Mit Cache-Control: no-cache kann ein Verbraucher die Origin-Quelle erneut befragen. Wiederverwendung spart Wege; sie verlängert keine Zusage.

Der Lieferant bestimmt Inhalt und Frist, die er unterschreibt. Der Verifier wählt seine Bewertungsregel und prüft die Gerätebelege. Die Relying Party entscheidet über die anschließende Handlung. Der Anhang macht aus dieser Aufgabenteilung ein Abrufmodell. Der Dateipfad bleibt ein Wegweiser, kein Urteil über den heutigen Zustand der Maschine.

Quellen: RATS -20; RATS -19; Datatracker; CoSERV -07; Epoch Markers -06; RFC 9334.