- Building N erweitert den Frankfurter Campus von Telehouse um 5,4 MW auf 9.300 Quadratmetern, darunter rund 2.165 Quadratmeter Technikfläche
- Die Anlage nimmt den Betrieb mit Luftkühlung auf, während Telehouse den Einsatz von Flüssigkeitskühlung prüft; bis 2030 ist auf dem Campus ein weiteres Rechenzentrum geplant
Die Fakten
Telehouse hat Building N auf seinem Rechenzentrumscampus in Frankfurt eröffnet und damit die Kapazität um 5,4 MW erhöht. Der zu KDDI gehörende Colocation-Anbieter erklärte, der Neubau sei seine sechste Anlage in Frankfurt. Building N erstreckt sich über rund 9.300 Quadratmeter auf vier Etagen, darunter etwa 2.165 Quadratmeter Technikfläche. Derzeit wird Luftkühlung eingesetzt; Telehouse erwägt jedoch, zusätzlich Flüssigkeitskühlung zu ermöglichen.
Die Anlage befindet sich auf dem 67.000 Quadratmeter großen Campus von Telehouse an der Kleyerstraße. Nach Angaben des Unternehmens umfasst dieser rund 25.000 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche und bietet Zugang zum Internetknoten DE-CIX. Building M wurde 2023 eröffnet, und Telehouse zufolge ist bis 2030 ein weiteres Rechenzentrum auf demselben Campus geplant. Das Unternehmen hat nicht offengelegt, welcher Anteil der 5,4 MW von Building N bereits vertraglich gebunden ist.
Die Bewertung
Mit Building N kann Telehouse auf demselben Frankfurter Campus weitere 5,4 MW vermarkten. Kunden, die den Standort bereits nutzen, erhalten dadurch mehr Raum für Erweiterungen, ohne auf einen anderen Campus wechseln zu müssen. Gleichzeitig bleibt ihnen der Zugang zu den dort verfügbaren Netzbetreibern und Zusammenschaltungsdiensten erhalten. Weniger klar ist, wie die neue Fläche genutzt wird. Building N startet mit Luftkühlung, und Telehouse hat nicht mitgeteilt, wann oder ob Flüssigkeitskühlung hinzukommt. Das Unternehmen hat außerdem weder Kunden genannt noch offengelegt, wie viel der neuen Kapazität bereits vermietet ist.
Für die Leser von BTW ist entscheidend, dass die 5,4 MW nun tatsächlich verfügbar sind und sich nicht mehr in der Entwicklung befinden. Die Kundennachfrage wird zeigen, wie schnell diese Kapazität belegt wird. Eine spätere Umrüstung auf Flüssigkeitskühlung würde zudem deutlicher erkennen lassen, für welche Arbeitslasten Telehouse das Gebäude auslegen will.
Worauf zu achten ist
Zu beobachten ist, welcher Anteil der 5,4 MW von Building N vermietet wird, ob Telehouse wichtige Kunden nennt und ob sich das Unternehmen auf Flüssigkeitskühlung festlegt. Telehouse plant außerdem bis 2030 ein weiteres Rechenzentrum auf dem Frankfurter Campus. Der Zeitpunkt des Baubeginns wird daher zeigen, wie schnell das Unternehmen zusätzliche Kapazität schaffen will.
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