Zusammenfassung

  • RFC 1315 definiert Managementobjekte für Frame-Relay-DTEs und modelliert eine physische Schnittstelle zu einem Netz mit mehreren virtuellen Verbindungen oder Nachbarn.
  • DLCMI legt Anfrageintervalle, Beobachtungsfenster und den Schwellwert unbeantworteter Anfragen vor einem down-Zustand fest; Schaltungen und Fehler bleiben eigene Gruppen.
  • Der Zustand ist ein Urteil über die verwaltete Schnittstelle, kein Nachweis für das Versagen jedes VC, Partners, Frames oder Dienstes.

Eine Oberfläche, viele Beziehungen

Frame Relay erscheint im RFC als Mehrfachzugriffsmedium: eine physische Netzverbindung, darüber mehrere virtuelle Verbindungen. Die Gruppierung nach der zugehörigen Schnittstelle erleichtert Diagnose. Sie hebt aber die unterschiedlichen Gegenstände nicht auf. DLCMI-, Circuit- und Error-Gruppe bestehen gerade deshalb getrennt.

Eine Circuit-Zeile kann einen DLCI und einen bestimmten virtuellen Circuit darstellen. Ein Schnittstellenobjekt beschreibt Managementparameter. Ein Counter zählt eine bestimmte Beobachtung. Dass alle am selben physischen Anschluss liegen, macht keines zum Beweis des anderen. Eine Zeile belegt keinen Verkehr, ein down-Urteil keine Geschichte jedes Circuit, und ein Counter benennt keine betroffene Anwendung.

Stille mit Grenze zählen

RFC 1315 bestimmt den Abstand zwischen Statusanfragen, den Abstand vollständiger Anfragen, die höchstens akzeptierte Zahl unbeantworteter Anfragen und die Zahl beobachteter Intervalle, in denen Fehler gezählt werden. Ein Agent erklärt nicht nach einer stillen Sekunde alles für gescheitert. Er zählt einen definierten Ausfalltyp in einem konfigurierten Fenster und wendet eine definierte Regel auf die Schnittstelle an.

Das Ergebnis erlaubt daher nur die Aussage, dass der Agent unter diesen Parametern diese Schnittstelle down erklärte. Es belegt keinen Carrier-Ausfall, kein fernes Gerät, keine Änderung aller VC, keine Paketunterbrechung und keinen Kundeneffekt. frDlcmiState nennt das aktive Managementschema und den dadurch verwendeten DLCI an der Schnittstelle; es ist keine Identität des gesamten Weges und kein Verfügbarkeitszertifikat für jede Leitung.

Virtuelle Circuits können laut RFC im Normalbetrieb hinzugefügt, gelöscht oder in ihrer Verfügbarkeit verändert werden. Ein Trap ergänzt Link Up und Link Down. Ein Trap ist eine Managementbenachrichtigung, keine Prüfung aller Frames, keine Empfangsgarantie und kein Anwendungsergebnis. Schnittstellenwechsel, Zähler, Fenster, Circuit-Schnappschuss, Trap, Managementaustausch, Verkehr und Dienstprobe bleiben getrennte Belege.

Quellen und Evidenzgrenzen

Die Quelle ist RFC 1315, Management Information Base for Frame Relay DTEs (April 1992). Sie belegt das Modell einer Schnittstelle mit mehreren virtuellen Verbindungen, DLCMI/Circuit/Error-Gruppen, Intervalle, Schwellwerte, Fenster, VC-Änderungen und Trap. Sie belegt keine reale Schnittstelle, keinen Carrier, Partner, Circuit-Ausfall, Traffic, Kundeneffekt, Reparatur oder Wiederherstellung.