- KT betrieb am 5. September 25 drahtlose CCTV-Einheiten und 10 Notfallkommunikationsgeräte über einen separaten 5G-SA-Slice für das Sicherheitsmanagement
- Der Einsatz führte einen Feldtest vom Juni bei einer Straßen-Fanveranstaltung in Gwanghwamun weiter und ergänzte die Kommunikation des Personals um Echtzeitvideo
Der Sachverhalt
KT setzte 5G-Standalone-Network-Slicing ein, um am 5. September das Sicherheitsmanagement beim Weltfeuerwerksfestival in Seoul zu unterstützen. Als offizieller Technologiesponsor der Veranstaltung betrieb der Netzbetreiber 25 drahtlose CCTV-Einheiten rund um Yeouido und den Ichon-Hangang-Park und übertrug deren Videostreams in Echtzeit an eine integrierte Leitstelle. Zehn Notfallkommunikationsgeräte wurden dem Sicherheitspersonal für die Besucherlenkung und für Notfallmaßnahmen zur Verfügung gestellt.
KT trennte in seinem 5G-Netz den Datenverkehr für das Sicherheitsmanagement vom allgemeinen Datenverkehr der Besucherinnen und Besucher und gab an, die Leitstelle habe die Videos dadurch empfangen können, ohne dass separate dedizierte Leitungen aufgebaut werden mussten. Dem Einsatz ging im Juni ein Test bei einer Straßen-Fanveranstaltung zur Weltmeisterschaft in Gwanghwamun voraus, bei dem KT dem Veranstaltungspersonal und lokalen Behördenvertretern separate Netzressourcen für Kommunikation, Lageaustausch und Notfallkontakte zuwies.
KT veröffentlichte Vergleichsergebnisse dieses früheren Tests, doch vergleichbare Leistungsdaten zum Feuerwerksfestival wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die Einordnung
Mit dem Einsatz im September wird dasselbe Slicing-Modell auf ein anspruchsvolleres Szenario der Veranstaltungssicherheit übertragen. Beim Test im Juni stand die Kommunikation zwischen Personal und Behördenvertretern im Mittelpunkt; diesmal übertrug der Slice zusätzlich kontinuierliche Videostreams von 25 CCTV-Kameras an die Leitstelle.
Damit ändert sich, wie ausgewählte Sicherheitsgeräte an einem temporären Veranstaltungsort angebunden werden können. Statt separate dedizierte Leitungen aufzubauen, kann KT die Geräte in einen logisch getrennten Teil seines bestehenden 5G-SA-Netzes einbinden. Unklar bleibt, wie sich die CCTV-Streams in den am stärksten ausgelasteten Phasen des Festivals verhielten, weil KT keine vergleichbaren Leistungsdaten veröffentlicht hat.
Für Leserinnen und Leser von BTW bedeutet dies, dass KT von der Trennung der Personalkommunikation zur Übertragung von Sicherheitsvideos in Echtzeit über dieselbe 5G-SA-Plattform übergegangen ist. Eine Wiederholung dieses Aufbaus mit messbaren Leistungsdaten würde zeigen, ob daraus ein regulärer Kommunikationsdienst für Großveranstaltungen werden kann.
Worauf zu achten ist
Zu beobachten ist, ob KT die Konfiguration aus CCTV-Kameras und Notfallgeräten bei einer weiteren Großveranstaltung wiederholt und vergleichbare Leistungsdaten während der Verkehrsspitzen veröffentlicht. Ein klar definierter Dienst für Veranstalter oder öffentliche Stellen, insbesondere mit messbaren Zusagen zu Verfügbarkeit, Latenz oder Videoübertragungsleistung, würde einen weiteren Schritt hin zum regulären Einsatz markieren.
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