Zusammenfassung
- Ein Zuschuss über 250.000 Pfund wurde nicht wie vorgesehen verwendet. Erst nach einer Untersuchung der National Crime Agency kam das Geld zurück.
- Die Stiftung hatte die Verwendung selbst nicht überprüft. Auch die Kontrolle der übrigen 750.000 Pfund erfolgte erst nach dem Eingreifen der Charity Commission.
- Eine offizielle Verwarnung verlangt nun nachvollziehbare Prüfungen und Beschlüsse; die Kommission überwacht die Umsetzung weiter.
Die Schwarzschild Foundation soll Bildung fördern und Armut lindern. Doch ein Zuschuss über 250.000 Pfund wurde 2022 nicht wie vorgesehen verwendet und erst nach einer Untersuchung der National Crime Agency zurückgeführt. Die Stiftung selbst hatte nicht geprüft, wo das Geld blieb. Die Charity Commission stellte zudem fest, dass die Verwendung der übrigen 750.000 Pfund erst nach ihrem Eingreifen überprüft wurde.
Das ist mehr als eine Lücke in der Ablage: Ohne Endverwendungsnachweis konnten die Trustees nicht belegen, ob die Mittel dem Stiftungszweck dienten. Die Kommission sah dadurch ein ernstes Risiko von Fehlverwendung oder Verlust. Einen Schaden für einzelne Begünstigte beziffert der Bericht nicht.
Die Untersuchung stellte fest, dass es 2022 keine formelle Förderpolitik, keine internen Finanzkontrollen und keine Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten gab. 250.000 Pfund, die einem gemeinnützigen Zweck dienen sollten, gelangten auf ein von einem Trustee kontrolliertes Konto. Die National Crime Agency sorgte im März 2024 für die Rückführung. Das sind Feststellungen zu Aufsicht und Kontrolle; der Bericht stellt weder strafrechtliche Schuld fest noch beziffert er Schäden für einzelne Begünstigte.
Die Lücken betrafen auch Anlagen. Trustees investierten 600.000 Pfund ohne Anlagerichtlinie; für Immobilien im Wert von etwa 4,5 Millionen Pfund fand die Untersuchung zwischen 2020 und 2024 keine wesentliche Überprüfung. Außerdem stellte sie unbewältigte Konflikte bei Zuschüssen, verbundenen Unternehmen und beruflichen Dienstleistungen sowie unzureichende Entscheidungsunterlagen fest.
Am 27. März 2026 erließ die Kommission eine offizielle Verwarnung mit Maßnahmenplan: zusätzliche Trustees, geeignete Richtlinien, Prüfung der Zuschussverwendung, regelmäßige Anlagekontrollen, dokumentierte Konflikte und genaue schriftliche Beschlüsse. Der Abschlussbericht erschien am 21. Oktober. Die Kommission will die Umsetzung weiter überwachen. Die derzeitigen Trustees hatten bereits mit Korrekturen begonnen; die veröffentlichten Unterlagen belegen jedoch nicht, dass der Plan abgeschlossen ist.
Quellen
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