Zusammenfassung

  • RFC 3006 ließ den ursprünglichen Sender TSpec unverändert und ergänzte einen Komprimierbarkeitshinweis, den nur ein Router mit passender lokaler Linkfähigkeit in einen kleineren TSpec umrechnen durfte.
  • Wer den Hinweis für die Zulassung nutzte, musste den Datenstrom am komprimierten Budget überwachen, damit ein zu optimistischer Faktor nicht die Reservierungen anderer Teilnehmer belastete.

Der Engpass hatte mehr Wissen als die Signalisierung. In RFC 3006 beschreibt ein Sender 48 kbit/s bei 120-Byte-Paketen. Ein bestimmtes Interface kann 40 Byte IP/UDP/RTP-Header auf vier komprimieren. Dort reichen 33,6 kbit/s. Auf einem anderen Link bleiben 48 notwendig. Der Datenstrom änderte sich nicht; seine lokale physische Rechnung schon.

Der Sender durfte deshalb nicht einfach den kleineren Wert melden. Er kannte die Fähigkeiten aller Router nicht. Der kompressionsfähige Router sollte zugleich keine passende Reservierung ablehnen, nur weil RFC 2210 den unkomprimierten TSpec trug. RFC 3006 beließ das Original auf dem Draht und fügte einen Hinweis mit Algorithmus und optionalem Faktor hinzu.

Diese Aufteilung entsprach RFC 2205: Der Sender kennt die wahrscheinliche Datenstruktur, der Router sein Interface und seine Ressourcen. RSVP transportiert Parameter; die Verkehrssteuerung entscheidet. Ein Hinweis konnte also Information anbieten, ohne entfernten Knoten eine Einsparung vorzuschreiben.

Das Beispiel unterschied die Parameter sauber. r=48 wurde 33,6, b=120 und M=120 wurden 84. Für m=64 galt nicht dieselbe Multiplikation: Nach Abzug der 36 eingesparten Headerbytes blieben 28. Allgemein wurden Rate und Burst mit f/100 skaliert, die Spitze blieb, und ein fester Gewinn N wurde von Paketgrößen abgezogen.

Doch UDP-Prüfsummen, RTP-Zeitstempel und Größenverteilungen konnten den Gewinn ändern. Ein Router durfte konservativ selbst rechnen. Null überließ ihm die Faktorauswahl; 100 bedeutete keine erwartete Reduktion. Das semantische Wissen des Senders war ein Eingangswert, kein Beweis für die Leistung fremden Codes.

Bei mehreren Sendern wurde jeder TSpec vor der Aggregation mit seinem eigenen Faktor reduziert. Für garantierten Dienst nach RFC 2212 nutzte die Rate einen nach Burstgrößen gewichteten Durchschnitt. Der Hop musste zusätzlich seinen Fehlerterm C aufblasen, damit das kleinere R den Anteil C/R der Verzögerung nicht heimlich vergrößerte. Gesparte Kapazität durfte die Zeitgarantie nicht verwässern.

Die Kontrollregel folgte aus der Unsicherheit. Wenn 33,6 reserviert waren, die komprimierte Ausgabe aber 35 verbrauchte, waren 1,4 kbit/s Überschuss. Ein Sender konnte die Komprimierbarkeit auch absichtlich übertreiben und dadurch eine falsche Zulassung auslösen. Die fehlende Kapazität sollte nicht anderen reservierten Strömen entzogen werden.

Darum sollte jeder Router, der den Hinweis verwendete, für die Überwachung wie ein Netzrand handeln. Eine frühere Prüfung gegen 48 kbit/s bestätigte nicht, dass dieser spätere Link 33,6 einhielt. Der Knoten, der aus der Behauptung einen Ressourcenrabatt machte, wurde zum Prüfpunkt dieses Rabatts.

Für Dienste, die M kontrollierten, blieb der unkomprimierte Höchstwert maßgeblich. Einzelne Pakete konnten unkomprimiert bleiben. Erwartete wiederkehrende Einsparung und maximaler Einzelfall waren getrennte Belege.

Auch unbekannte Parameter durften keine unbegründete Wirkung erzeugen. Ein alter Router sollte den Hinweis lokal ignorieren, beim Weiterleiten bewahren und den vollen TSpec verwenden. Lehnte er die PATH-Nachricht ab, erlaubte PathErr einen neuen Versuch ohne Hinweis. Kompatibilität fiel auf den teureren bekannten Vertrag zurück.

RFC 2508 definiert die Headerkompression, RFC 2688 die effektive PPP-Kostenrechnung, RFC 2689 die umfassende Architektur langsamer Links. RFC 3006 gehört die engere Schleife aus Behauptung, lokalem Rabatt und Durchsetzung. RFC 3241 übernahm das Hinweisschema später für ROHC über PPP, ohne eine allgemeine Verbreitung zu belegen.

Mit Lu Heng gelesen, trägt die gemeinsame Schicht nur eine minimale, interoperable Beschreibung. Die spätere Entscheidung bleibt lokal und die Annahme freiwillig. Stabil ist eine Reservierung nicht, weil ihr Objekt weiter existiert, sondern weil die beobachtete Kompression die verwendete Kapazitätsrechnung weiterhin deckt. So wird Effizienz zu einer überprüfbaren lokalen Entscheidung statt zu einer unsichtbaren Schuld anderer Flüsse.

Quellen