Zusammenfassung

  • Auf ARINs IPv4-Warteliste muss ein Antrag mit einem einzigen zusammenhängenden Block erfüllt werden. John Curran fragte bei ARIN 58, ob mehrere kleinere, voneinander getrennte Blöcke künftig zusammen zählen sollten.
  • Er stellte auch die Vergabe von Blöcken über /24 zur Debatte, wenn dadurch weniger Organisationen Adressen erhalten. Im Veranstaltungsbericht stehen Fragen, kein Beschluss über eine neue Regel.

Das Lager hat mehrere Puzzleteile; am Schalter wird ein Stück verlangt. John Curran beschrieb diese Lage in der Diskussion zur praktischen Politikumsetzung bei ARIN 58. Eine wartende Organisation kann nach geltender Regel nicht mit mehreren nicht zusammenhängenden IPv4-Blöcken versorgt werden. Die Summe der Adressen genügt möglicherweise, ihre Form nicht.

Die ARIN-Anleitung zur Warteliste erklärt, was an diesem Satz hängt. Eine berechtigte Organisation nennt die kleinste Blockgröße, die sie akzeptieren würde. Der Zeitpunkt der Genehmigung bestimmt die Reihenfolge, doch die Größe des verfügbaren Blocks entscheidet mit. Adressen kommen häufig nach einem Entzug wegen ausbleibender Zahlung zurück. Jede Organisation darf nur einen Antrag auf der Liste haben; die größte Menge für eine einmalige Zuteilung entspricht einem /22. Wer den passenden großen Block nicht im Bestand findet, kann kleinere Rückgaben unter der aktuellen Regel nicht zu einer Lieferung zusammenlegen.

Curran fragte erst nach der Pflicht zum Einzelblock, dann nach dem Stellenwert der Aggregation und schließlich nach Zuteilungen größer als /24, wenn damit weniger Antragsteller zum Zug kommen. Ein /24 enthält 256 IPv4-Adressen. Ein größerer zusammenhängender Block ist für den Empfänger einfacher zu handhaben. Kleinere Zuteilungen könnten mehr Organisationen erreichen; mehrere getrennte Bereiche bringen allerdings zusätzliche Präfixe und Verwaltungsarbeit. Das ist eine Verteilungsentscheidung mit technischen Folgen, kein Kartentrick im Lagerraum.

Curran gab die Frage an die Gemeinschaft, die ARINs Nummernpolitik festlegt. Das Register führt den Bestand und vollzieht die geltenden Kriterien. Es kann nicht durch geschicktes Sortieren aus zwei getrennten Bereichen einen einzigen zusammenhängenden Block machen. Neue IPv4-Adressen zaubert niemand hervor. Über die Größe und Zahl der auszugebenden Stücke lässt sich immerhin offen entscheiden.