Zusammenfassung
- Am 9. Dezember 2014 wählte das CRISP-Team Izumi Okutani zur Vorsitzenden und Alan Barrett zum Stellvertreter.
- Nach telefonischen Beschlüssen konnten Abwesende 24 Stunden lang reagieren. Der Vorschlag vom 15. Januar 2015 verlangte einen Dienstvertrag und ein Prüfgremium.
„Niemand hat widersprochen“ klingt in einer Sitzung gut. Auf einer Telefonkonferenz über fünf Regionen kann es auch heißen: Jemand schlief noch. Das CRISP-Team musste aus diesen Regionen einen Vorschlag zur Zukunft der IANA-Nummerndienste machen. Izumi Okutani führte den Vorsitz. Nach einer Entscheidung am Telefon wartete die Gruppe 24 Stunden auf Rückmeldungen der Abwesenden. So bekam das Schweigen einen überprüfbaren Zeitpunkt.
APNIC berief Okutani und Dr Govind im November 2014 als Vertreter der Asien-Pazifik-Gemeinschaft. Craig Ng unterstützte als APNIC-Mitarbeiter ohne Stimmrecht. Der Originalvorschlag vom 15. Januar 2015 nennt fünfzehn Mitglieder, je drei aus einer RIR-Region. Beim ersten Telefonat am 9. Dezember wählte die Gruppe Okutani zur Vorsitzenden und Alan Barrett zum Vize. Zuhören durfte die Öffentlichkeit. Diskussionen liefen über eine offene, archivierte Mailingliste; auch Nachrichten auf der internen Teamliste wurden öffentlich archiviert.
Ein Beschluss aus einer Konferenz ging an die Teamliste. Wer nicht dabei war, konnte innerhalb eines Tages antworten. Erst danach wurde das Ausbleiben weiterer Einwände als Konsens behandelt. Zwei Entwürfe gingen ebenfalls zur öffentlichen Kommentierung. Der Schlussbericht benennt die Streitpunkte: Besetzung des Prüfungsausschusses, Laufzeit und Kündigung des Vertrags, Streitbeilegung und Rechte an IANA-Daten und -Marke. Die Regionen hatten sich auch über die Form der Vereinbarung und den Bedarf an regelmäßiger Aufsicht unterschieden. Der fertige Text sah gleiche Vertretung aller fünf Regionen im Ausschuss, offene Auswahl und öffentliche Berichte vor. Okutani verwies später in einem eigenen APNIC-Beitrag auf den vollständigen Vorschlag.
ICANN sollte die IANA-Nummerndienste zunächst weiter betreiben, nun unter Vertrag mit den fünf RIRs. Der Vorschlag verlangte Abläufe und Fristen für den Dienst, regelmäßige Leistungsberichte, Sicherheitsanforderungen und Prüfungen. Die RIRs könnten die Leistung bewerten, den Vertrag verlängern oder kündigen. Bei einem Betreiberwechsel hätte der bisherige Anbieter die sichere Übergabe zu gewährleisten. Der regionale Ausschuss sollte dem NRO-Exekutivrat Versäumnisse und Beinahe-Versäumnisse melden und seine Berichte veröffentlichen.
Okutani leitete die Arbeit an einem Text, der sowohl die Entscheidung am Konferenztisch als auch die spätere Arbeit des Betreibers überprüfbar machen sollte.
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