Zusammenfassung
- Die ITU nennt in ihrem Dokument vom 26. Oktober 60 kandidierende Mitgliedstaaten für 48 Ratssitze. Amerika stellt neun Staaten für neun Sitze; Westeuropa neun für acht, Osteuropa und Nordasien acht für fünf, Afrika 19 für 13, Asien und Australasien 15 für 13.
- Die Wahl auf der PP-26 soll am 12. November beginnen. In jeder Region erhalten die Staaten mit den meisten Stimmen die zugeteilten Sitze. Die Kandidatenliste zeigt das Angebot vor der Abstimmung.
Die amerikanische Bewerberliste wirkt, als hätte jemand mit dem Lineal gearbeitet: neun Plätze, neun Namen. Die anderen vier Regionen müssen aussortieren.
Im Dokument 100 der ITU-Generalsekretärin vom 26. Oktober stehen die bis zum 12. Oktober eingereichten Ratskandidaturen. Für Amerika sind Argentinien, Brasilien, Kanada, Kuba, die Dominikanische Republik, Jamaika, Mexiko, Paraguay und die Vereinigten Staaten aufgeführt. Zusammen besetzen sie genau die Zahl der ausgeschriebenen regionalen Sitze. Westeuropa hat einen Namen mehr als seine acht Sitze, Osteuropa und Nordasien drei mehr als seine fünf, Afrika sechs mehr als seine 13 und Asien und Australasien zwei mehr als seine 13. Insgesamt bewerben sich 60 Staaten um 48 Plätze.
Gewählt wird erst noch. Das offizielle Verfahren für PP-26 lässt stimmberechtigte Delegationen ein X neben die ausgewählten Staaten setzen. Pro Region gewinnen die Kandidaten mit den meisten Stimmen bis zur Zahl der dort verfügbaren Sitze. Wer in einer Region mehr Namen ankreuzt als Plätze vorhanden sind, verliert die Gültigkeit dieses regionalen Stimmteils. Leere Stimmzettel zählen als Enthaltung.
Auch über die amerikanischen neun Staaten wird abgestimmt. Auf der veröffentlichten Liste steht lediglich kein zehnter Staat, der einen von ihnen verdrängen könnte. In Afrika müssen mindestens sechs der 19 Bewerber ohne einen der 13 Plätze auskommen; in Osteuropa und Nordasien sind es drei von acht. Ein einheitliches Verfahren trifft auf sehr verschiedene Auswahlmöglichkeiten.
Der Rat lenkt die ITU zwischen den vierjährlichen Konferenzen der Regierungsbevollmächtigten. Dort werden Kurs, Finanzen und die Arbeit der Organisation an Telekommunikationsfragen begleitet. Ob eine Region mehr Kandidaten als Sitze aufstellt, ist deshalb mehr als Wahlstatistik: Es zeigt, an welchen Stellen die Delegationen im November zwischen Regierungen entscheiden können und wo die Vorauswahl schon ein volles Tableau geschaffen hat.
Der offizielle Zeitplan nennt den 9. November als Konferenzbeginn und den 12. November als Beginn der Wahlen; der Rat folgt nach Führungsposten und Funkregulierungsgremium. Nach der Auszählung gehören zwei Unterlagen nebeneinander: diese datierte Kandidatenliste und das Wahlergebnis. Die erste dokumentiert den Zugang zum Stimmzettel, das zweite die Entscheidung der Delegationen.
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