Summary

  • GSA begleitete 221 Bundesstellen beim Wechsel zum Telekommunikationsvertrag Enterprise Infrastructure Solutions. Für sechs genauer geprüfte Ministerien fehlte GSA die Meldung, ob der Ersatz vor Abschaltung des alten Dienstes lief; sie hatte auch mögliche Unterbrechungen nicht ermittelt.
  • Die Networx-Rechnungen dieser sechs Ministerien stiegen von 13,38 Millionen Dollar im Februar 2025 auf 40,93 Millionen im März, also um 206 Prozent in einem Monat. Der Wert gilt weder für alle 221 Stellen noch für sämtliche Verträge.

Der alte Anschluss verschwand im Bericht

Der GAO-Bericht vom 31. August 2026 untersucht den Wechsel von ausgelaufenen Bundesverträgen zu Enterprise Infrastructure Solutions, kurz EIS. Die General Services Administration, GSA, unterstützte 221 Stellen. Für die vertiefte Prüfung wählte GAO sechs Ministerien aus, bei denen im September 2024 noch erhebliche Arbeiten offen waren: Landwirtschaft, Handel, Verteidigung, Heimatschutz, Inneres und Verkehr. Diese sechs beendeten den Wechsel mehr als drei Jahre nach der von GSA revidierten Frist im September 2022. Ihre Rechnungen und Risikoprotokolle bilden eine Stichprobe, keine Bilanz aller 221 Stellen.

Die alten Vertragsvehikel hießen Networx, WITS 3 und regionale Dienstleistungsvereinbarungen. GSA verlängerte sie mehrfach, um abrupte Abschaltungen während der Einrichtung neuer Verbindungen zu vermeiden. WITS 3 lief zuletzt bis Februar 2026, Networx und die regionalen Vereinbarungen bis Mai; der endgültige Stichtag war der 31. Mai 2026. Verlängerungen hielten einen rechtlichen und technischen Übergang offen. Sie machten die Behörden zugleich anfällig für Preissteigerungen der Anbieter und den Rückzug älterer Technik.

Bei den sechs untersuchten Ministerien stiegen die gemeinsamen Networx-Rechnungen von 13.376.056,85 Dollar im Februar 2025 auf 40.925.594,85 Dollar im März. GAO errechnete einen Anstieg von 206 Prozent innerhalb dieses einen Monats. Die einzelnen Ministerien waren unterschiedlich betroffen. Die Zahl ist weder eine Jahresrate noch die Gesamtrechnung der Regierung. Sie belegt auch keinen Netzausfall. Sie zeigt, wie teuer die Aufrechterhaltung dieses alten Vertrags für genau diese Ministerien in dem verglichenen Monat wurde.

Eine Fortschrittszahl ohne Gegenprobe

GSAs Monatsberichte zählten Dienstinstanzdatensätze, die vom Altvertrag getrennt worden waren. Der Anteil der vom Altvertrag getrennten Datensätze gab an, wie weit die Kündigung vorangekommen war. Der vollständige GAO-Bericht beschreibt, was fehlte: GSA wurde nicht informiert, ob ein Ersatzdienst bereits eingerichtet war, bevor der Altanschluss getrennt wurde. Die Statistik beobachtete den Abgang, nicht die Ankunft.

Die sechs Ministerien nannten zusammen 21 Ursachen für Verzögerungen. Wiederholt erschienen Leistungsprobleme der EIS-Anbieter, pandemiebedingte Engpässe bei Lieferungen und Personal sowie schwer ersetzbare alte Verbindungen. Bei drei Ministerien waren Risiken für mehr als die Hälfte ihrer jeweils genannten Verzögerungsursachen erkannt und gemindert worden. Beim Risiko der endgültigen Abschaltung waren GSA und Behörden weniger konsequent. Bei zwei Ministerien waren passende Risikoeinträge geschlossen oder enthielten nicht die letzten Fristen des Jahres 2026. Ein abgehakter Eintrag schützt keine Leitung am Tag ihres Vertragsendes.

GAO stellte keinen bestimmten Ausfall bei einem benannten Ministerium fest. Es stellte fest, dass GSA noch nicht ermittelt hatte, ob die sechs Ministerien Unterbrechungen erlebten, was diese bewirkten und ob ihre Notfallpläne halfen. Drei Größen müssen getrennt bleiben: Ein Vertrag kann weitergelten; sein alter Dienst kann aus der Liste verschwinden; die Behörde kann tatsächlich eine funktionsfähige Verbindung besitzen. Verlängerung beweist die erste, Kündigungsstatistik die zweite. Die dritte verlangt eine Abnahmezeit des Ersatzes und Betriebsdaten.

EIS wurde 2017 vergeben, mit einem zusammengefassten Vertragswert von 50 Milliarden Dollar und fünfzehnjähriger Laufzeit bis 2032. GSA plant bereits die Nachfolge. GAO richtete eine Empfehlung an GSA: mindestens bei den sechs untersuchten Ministerien nach dem Wechsel prüfen, ob Unterbrechungen auftraten, welche Auswirkungen sie hatten und ob Gegenmaßnahmen funktionierten. GSA stimmte zu und kündigte einen Plan an; die offizielle GAO-Seite führte die Empfehlung am 3. November 2026 noch als offen.

Die nächste Auswertung braucht für jeden Dienst zwei Zeitpunkte: Wann wurde der Ersatz abgenommen, wann wurde der alte Anschluss getrennt? Eine Lücke dazwischen verlangt eine Beschreibung der Wirkung auf den Betrieb. Heng Lus Unterscheidung zwischen institutioneller Stabilität und tatsächlicher Kontinuität für Netznutzer liefert einen Blickwinkel; alle Bundesdaten stammen aus GAO-Originalen. GSA konnte den Abschied vom alten Vertrag beziffern. Für den nächsten Vertrag muss sie lernen, ob die Verbindung während des Abschieds hielt.

Sources