Summary

  • Der beschlossene Tätigkeitsplan 2026 sieht 2.400 Assisted Registry Checks vor; der Entwurf für 2027 setzt 2.800 an und spricht davon, dieses Ziel zu halten.
  • Registry Monitoring soll 2027 mit 10,3 statt 10,5 Vollzeitäquivalenten und 1,550 statt 1,515 Millionen Euro Betriebsausgaben arbeiten.

Wer ein Register führt, sollte auch seine eigenen Kennzahlen sauber führen. Der RIPE NCC will 2027 2.800 begleitete Prüfungen von Registrierungsdaten erledigen. In seinem genehmigten Plan für 2026 standen 2.400, einschließlich Prüfungen aus der Ferne und bei Veranstaltungen. Der neue Entwurf beschreibt die 2.800 als Ziel, das „gehalten“ werden soll. Zwischen den veröffentlichten Jahresplänen liegt jedoch ein Plus von 400 Prüfungen.

Der höhere Wert hat eine Vorgeschichte: Auf der Mitgliederversammlung im Mai 2026 berichtete Geschäftsführer Hans Petter Holen, dass 2025 tatsächlich 2.800 ARCs abgeschlossen worden seien. Das ist eine Ist-Zahl. Das Soll für 2026 wurde anschließend mit 2.400 veröffentlicht. Im 2027er Entwurf kehrt die alte Ist-Zahl als Soll zurück; der öffentliche Zwischenschritt bleibt erklärungsbedürftig.

Die Ressourcenplanung verschärft den Punkt. Registry Monitoring erhält laut Tabelle 0,2 Vollzeitäquivalente weniger, bei 35.000 Euro mehr Ausgaben. Holen stellte in der Services-Sitzung von RIPE 93 zusätzlich einen Selbstbedienungsweg vor: Mitglieder sollen Angaben selbst prüfen und aktualisieren können, ohne einen ARC zu vereinbaren. Der Entwurf zählt diesen Weg gesondert. Die 2.800 bleiben eine Kennzahl für begleitete Prüfungen.

Eine datierte Änderung des 2026er Ziels oder die abgeschlossene Jahresbilanz würde zeigen, von welchem Ausgangswert der Entwurf spricht. Der Vorstand entscheidet im Dezember über den endgültigen Haushalt.