• euNetworks hat eine 1.057 km lange Alpen-Glasfaserverbindung zwischen Paris und Mailand eröffnet, die kürzeste direkte Verbindung zwischen den beiden Städten
• Der Alpenkorridor erweitert die europäische Langstrecken-Diversität, da Betreiber neben Kapazitätserweiterungen physische Routen hinzufügen
Die Fakten
euNetworks hat eine 1.057 km lange Langstrecken-Glasfaserverbindung zwischen Paris und Mailand durch die Alpen eröffnet. Das Unternehmen gibt an, dass es sich um die kürzeste direkte Verbindung zwischen den beiden Städten handelt und eine Alternative zu den bestehenden Küstenkorridoren über Lyon und Marseille bietet.
Die Route ist direkt an die Metro-Glasfasernetze von euNetworks in Paris und Mailand angebunden, die 38 bzw. 18 On-Net-Rechenzentren versorgen. Sie erweitert die im Oktober 2025 eröffnete Route Frankfurt–Mailand des Unternehmens und schafft kürzere kumulative Verbindungen zwischen den drei Städten.
Die Bewertung
Der neue Korridor verschiebt den Schwerpunkt der europäischen Langstrecken-Glasfaser von der Bandbreitenerweiterung zur Routendiversität. Anstatt zusätzliche Kapazität auf bestehenden Küstenstrecken bereitzustellen, hat euNetworks eine Alpenalternative eröffnet, die die Abhängigkeit von einer einzigen Pfadführung zwischen Paris und Mailand verringert. Für BTW-Leser ist physische Diversität von Bedeutung, da die 38 Pariser und 18 Mailänder On-Net-Rechenzentren, die von dieser Route versorgt werden, zunehmend KI-Workloads beherbergen, die eine resiliente Vernetzung erfordern.
Neue physische Korridore zeigen, wie Betreiber die Routengeografie neben Latenz und Kapazität als Verkaufsargument nutzen.
Was zu beobachten ist
Beobachten Sie Kapazitätsverkäufe auf der Alpenroute Paris–Mailand und ob euNetworks diese Alpenkorridor-Strategie auf andere europäische Städtepaare ausweitet, insbesondere auf Routen, die derzeit von einzelnen Küstenwegen abhängen.

