Zusammenfassung
- Erik Bais verfasste RIPE-Vorschlag 2014-02. Er öffnete den Transfer ganzer oder geteilter IPv4-PI-Zuweisungen und verlangte die Abbildung des neuen Inhabers im Register.
- RIPE nahm den Vorschlag im September 2014 an. Im Dezember meldete das RIPE NCC die Umsetzung; ein betreuender LIR einer der beiden Seiten konnte den Vorgang eröffnen.
Der Brief war schneller als die Datenbank
Zwei Parteien einigen sich über einen IPv4-Block, legen einen Nebenbrief in ihre Akten und nutzen die Adressen fortan anders. Wer im Register nachsieht, findet noch den bisherigen Inhaber. Erik Bais beschrieb 2014 genau diese Lücke. Seiner Darstellung zufolge behalfen sich PI-Inhaber mit privaten Vereinbarungen oder als Zusammenschluss gestalteten Unterlagen, weil ein schlichter Transfer nicht vorgesehen war. Der Vorschlag nennt solche Praktiken als Begründung; eine gemessene Zahl liefert er nicht.
Provider Independent, kurz PI, bezeichnet Adressen für einen Endnutzer außerhalb des aggregierten Bestands seines Zugangsanbieters. Die damalige Regel ließ die Zuweisung bestehen, solange ihre ursprünglichen Voraussetzungen erfüllt waren. Eine Weitergabe an Dritte verbot sie. Bais wollte ganze Blöcke und Teilblöcke übertragbar machen, gebunden an die Verträge für unabhängige Ressourcen. Der Empfänger sollte die politischen Pflichten der PI-Zuweisung übernehmen.
Das klingt nach mehr Formularen, und genau darin lag die Konstruktion. Der bisherige Inhaber blieb bis zum Abschluss verantwortlich. Das RIPE NCC aktualisierte die Registrierung, genehmigte Transfers sollten öffentlich aufgelistet werden. Nach dem Empfang durfte der Block 24 Monate lang nicht erneut übertragen werden. Für Außenstehende wurde sichtbar, wer die Ressource wann übernommen hatte.
Die Folgenabschätzung des RIPE NCC rechnete mit zusätzlicher Prüfung von Personen, Verträgen und Datenbankobjekten. Geteilte Blöcke konnten mehr spezifische Routen erzeugen. Das waren Erwartungen vor der Einführung. PI-Adressen für Peering-LANs von Internetknoten blieben wegen ihres besonderen Zwecks vom Verfahren ausgeschlossen.
Der offizielle Verlauf datiert die Annahme auf den 30. September 2014. Eine Mitteilung des RIPE NCC im Dezember erklärte die praktische Umsetzung: Endnutzer durften ganze oder teilweise PI-Zuweisungen übertragen; der betreuende LIR einer Seite sollte ein Ticket eröffnen. Aus der Debatte wurde ein Arbeitsablauf.
Originalquellen
Mitgliederbriefing
Detaillierter Profilkontext
Melden Sie sich mit der richtigen Mitgliedschaftsstufe an, um das vollständige Briefing und die Quellennotizen freizuschalten.
Nur für Strategic Circle
Strategic Circle
Offen für alle Leser. Schalten Sie Profil-Briefings nach Beitritt und Anmeldung frei.
Strategic Circle beitretenNur für Leadership Alliance
Leadership Alliance
Für qualifizierte Inhaber von IP-Assets und Management; melden Sie sich an, um Leadership-Alliance-Briefings freizuschalten.
Leadership Alliance beitreten





